Fernando Alonso und Renault

Formel 1: Transferkarussell dreht sich

— 09.06.2017

Renault will Perez

Traditionell fangen im Juni die ersten Spekulationen darüber an, welcher Fahrer im nächsten Jahr wo fährt. ABMS gibt Team für Team einen Überblick.

Ferrari:

Präsident Sergio Marchionne würde am liebsten bis Monza einen neuen Vertrag mit Sebastian Vettel verkünden. Doch der Deutsche lässt ihn zappeln. Vettel sieht im Moment keine Notwendigkeit, über Verträge zu reden. Das aber ist das Problem von Kimi Räikkönen. Der Finne würde gerne für Ferrari weiterfahren, doch die Italiener blocken noch. Bevor die Vettel-Frage nicht geklärt ist, wollen sie nicht über einen zweiten Fahrer nachdenken. Prognose: Vettel verlängert unter seinen Bedingungen und Räikkönen bleibt noch ein Jahr.

Mercedes:

Zwischen den Zeilen von Teamchef Toto Wolff ist deutlich herauszuhören: Beide Fahrer bleiben. Soll heißen: Lewis Hamilton und Vallteri Bottas fahren auch 2018 für Mercedes. Nur eine Vettel-Absage an Ferrari könnte das noch ändern. Bottas muss sich deshalb noch gedulden.

Red Bull:

Sowohl Daniel Ricciardo als auch Max Verstappen haben laut Motorsport-Chefberater Helmut Marko kugelsichere Verträge für 2018.

Force India:

Da gibt es im Moment Kuddelmuddel. Renault wollte den bei Force India geparkten Mercedes-Junior Esteban Ocon haben, doch Force India will den Franzosen nicht freigeben und besteht auf Einhaltung des Vertrages. Mercedes macht jetzt Druck, um seinen Junior doch noch für Renault frei zu bekommen. Renault redet trotzdem schon mal mit Ocons Teamkollegen Sergio Perez. Problem: Dessen Förderer und Geldgeber Carlos Slim will nicht bei Renault investieren. Force India hat auch schon bei Mercedes nach Pascal Wehrlein gefragt, um im Notfall einen Ersatz für Ocon oder Perez zu haben. Force Indias österreichischer Hauptsponsor BWT macht sich für Landsmann Lucas Auer stark. Für den momentan in der DTM führenden Neffen von F1-Legende Gerhard Berger wäre es der logische Karriereschritt, falls er den DTM-Titel holt.

Williams:

Stroll ist wegen des Geldes, das sein Vater in Williams investiert, für 2018 gesetzt. Felipe Massa wird vermutlich aufhören. Technikchef Paddy Lowe will Mercedes-Junior Pascal Wehrlein für 2018 haben. Doch der Deutsche wird von Mercedes eher zu McLaren gepusht. Kevin Magnussen könnte Massa am Ende ersetzen.

Renault:

Jolyon Palmer hat keine Zukunft bei den Franzosen. Obwohl Force India ihn derzeit nicht gehen lassen will, wird wohl Esteban Ocon 2018 Teamkollege von Nico Hülkenberg.

McLaren:

Die Trennung von Fernando Alonso scheint so gut wie sicher. Ebenso, dass Stoffel Vandoorne bleibt. Mercedes versucht, Junior Pascal Wehrlein beim britischen Traditionsteam unterzubringen - das soll Teil des Motorendeals mit McLaren sein.

Toro Rosso:

Carlos Sainz darf nur gehen, wenn Ferrari anfragt. Die Zukunft von Daniil Kvyat ist noch unsicher. Red-Bull-Junior Gasly sitzt ihm im Nacken. Der Russe muss deshalb konstantere Leistung bringen.

Haas:

Eigentlich haben Romain Grosjean und Kevin Magnussen feste Verträge für 2018. Doch Ferrari (von ihnen ist Haas abhängig) will unbedingt Junior Antonio Giovinazzi bei Haas unterbringen. Deshalb muss einer der beiden Piloten gehen.

Sauber:

Bei den Schweizern ist die Fahrerfrage noch völlig offen. Man würde gerne mit Pascal Wehrlein weitermachen, der Deutsche auch gerne bleiben - doch seine Zukunft liegt in den Händen von Mercedes. Ericsson wird wohl bleiben, möglicherweise hat Daniil Kvyat eine Chance.

Autor: Ralf Bach

Fotos: Getty Images

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