Führerscheinprüfung: Zu hohe Durchfallquote
Zocken Fahrschulen Prüflinge ab?

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Bundesweit fällt etwas mehr als jeder vierte Führerschein-Aspirant durch die Prüfung. Im Osten sind es sogar bis zu 44 Prozent. Der Autoclub Europa hegt den Verdacht, dass dies nicht mit rechten Dingen zugeht.
(dpa/sk) Der Autoclub Europa (ACE) hat die Durchfallquote bei den Führerscheinprüfungen kritisiert. Vor allem in Ostdeutschland sei sie viel zu hoch. Bundesweit falle mit 27,7 Prozent etwas mehr als jeder vierte Führerschein-Aspirant durch, so der ACE. Ausgewertet wurden Zahlen des Flensburger Kraftfahrtbundesamtes. Im Osten steige der Anteil erfolgloser Prüfungen sogar auf bis zu 44 Prozent. Die dortigen Probleme seien seit Jahren bekannt und es dränge sich der Verdacht auf, dass es kein aufrichtiges Interesse an einer Verbesserung der Situation gebe, meint der Automobilclub. Ein Grund könne sein, dass Fahrschulen und Prüfer gut an den Wiederholungsprüfungen verdienten.
Ab 2013: Führerschein auf Zeit kommt
Der ACE beruft sich auf den Sprecher der Deutschen Fahrlehrer-Akademie, Gernot Heiler, der auf ein Überangebot an Fahrschulen in Ostdeutschland hingewiesen habe. Eine permanent höhere Durchfallquote könne für eine bessere Auslastung der Kapazitäten und somit eine höhere Rendite sorgen. Lob gibt es vom ACE für das begleitete Fahren von 17 Jahren an. Jeder dritte Führerscheinneuling war 2009 noch nicht volljährig. Während bei den normalen Pkw-Führerscheinen die Durchfallquote bei 34,56 Prozent gelegen habe, betrug sie bei den Prüfungen zum begleiteten Fahren nur 24,25 Prozent. 2009 seien knapp 1,5 Millionen neuen Fahrerlaubnisbescheinigungen, wie der Führerschein offiziell heißt, ausgestellt worden – etwa zehn Prozent weniger als 2008.
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