Warnschild gegen Geisterfahrten

Geisterfahrer: Neue Studie

— 04.07.2013

Autofahrer fordern Warnhinweise

Rund 70 Prozent der Autofahrer fordern bessere Hinweise, um Geisterfahrten zu vermeiden, das ergab jetzt eine Studie. Jeder achte Befragte fährt mit einem mulmigen Gefühl auf Autobahnen.

Mehr als 70 Prozent der deutschen Autofahrer fordern auffällige Warnhinweise an allen Autobahn-Auffahrten, um das Risiko von Falschfahrern zu minimieren. 61 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass zusätzliche Fahrbahnmarkierungen in Form von Pfeilen potentielle Geisterfahrer aufhalten könnten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der GfK im Auftrag des Kfz-Direktversicherers DA Direkt.  

Neue Studie: So ticken Geisterfahrer

Unfälle mit Geisterfahrern enden oft verheerend für die Beteiligten.

Zwar sind bisher nur drei Prozent der Befragten schon einmal einem Geisterfahrer begegnet, trotzdem fährt die Angst vor Falschfahrern bei vielen mit. Besonders, weil Unfälle mit Geisterfahrern oft verheerende Auswirkungen haben. Technische Lösungen wie den Alarm per Navigationssystem oder Radarsysteme an Auffahrten halten nur knapp 40 Prozent für eine geeignete Lösung. Rund jeder Dritte (knapp 36 Prozent) hält die aus den USA bekannten Metallkrallen für empfehlenswert. Sie schlitzen die Reifen von Fahrzeugen auf, die eine Autobahnauffahrt entgegen der Fahrtrichtung befahren.  

ADAC-Studie: Die gefährlichsten Autobahnen

Die häufigen Berichte über Unfälle von Geisterfahrern mit Todesfolge in den vergangenen Monaten haben dazu geführt, dass knapp jeder vierte Autofahrer verstärkt darauf achtet, ob er auch wirklich die richtige Auffahrt nimmt. Bei jedem achten Studienteilnehmer fährt trotzdem ein mulmiges Gefühl mit. Immerhin acht Prozent meiden aus Angst vor Falschfahrern grundsätzlich Autobahnen und nehmen dafür längere und zeitaufwändigere Strecken in Kauf.

Geisterfahrer-Studie der Uni Wuppertal

Jährlich werden etwa 1800 Falschfahrer im Verkehrsfunk gemeldet. 75 bis 80 dieser Fahrten ...

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Vor allem Männer neigen laut der Studie dazu, ihre Fähigkeiten zu überschätzen, wenn sie auf einen Geisterfahrer treffen: Jeder dritte männliche Autofahrer denkt, dass er mit vorausschauender Fahrweise einem Geisterfahrer ausweichen könne. Jeder zweite Pkw-Fahrer schätzt seine Fahrqualitäten als gut ein und meint, niemals selbst versehentlich falsch auf die Autobahn auffahren zu können. Auch hier geben sich vor allem Männer (55 Prozent) und jüngere Fahrer (18- bis 29-jährige mit 60 Prozent) selbstbewusst. Laut einer Untersuchung der Bundesanstalt für Straßenwesen werden in Deutschland jedes Jahr etwa 1800 Geisterfahrer über das Radio gemeldet. Verkehrsexperten gehen jedoch davon aus, dass die Dunkelziffer deutlich höher ist.

Chronologie der Geisterfahrten

1. Januar 2013

Ein betrunkener Lkw-Fahrer wendet auf der A1 bei Bremen seinen 40-Tonner. Mehrere Fahrzeuge können nicht ausweichen, zwei Menschen kommen ums Leben. Der Fahrer flüchtet und wird nach rund 25 Kilometern von der Polizei gestoppt.

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Autobahn Geisterfahrer

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