Groß gegen klein: Drei Markenduelle
Duelle auf Augenhöhe?

Zweiter Teil der großen Familienfehde: In drei markeninternen Duellen treffen der Audi TT RS auf den RS 5, der Mercedes E 63 AMG auf den S 63 AMG und der Mini Countryman auf den BMW X1.
- Frank Wiesmann
Es war seine Visitenkarte – noch bevor man ihn überhaupt sah. Rallyefans der 80er hörten ihn schon von Weitem: Jetzt kommt er, der Audi quattro. Der TT RS tut es ihm gleich. Mit unverkennbar sattem Fünfzylinderklang verewigt er sich in den Gehörgängen, als S-tronic-Version mehr denn je. Die ploppenden Schaltsalven reichern das akustische Spektakel weiter an. Erst recht, wenn wie beim Testwagen die durch schwarze Endrohrblenden zu enttarnende Sportabgasanlage verbaut ist. Subjektiv kommt der Sound noch intensiver rüber als beim Handschalter – ein Verdienst der Zündung, die beim Schaltvorgang zurückgenommen wird.
Überblick: Alle News und Tests zum Audi RS 5

Bild: Lena Barthelmeß
Überblick: Alle News und Tests zum #PARSER#SR TT iduA#PARSER#

Bild: Lena Barthelmeß
Diese gehören zum umfangreichen Fahrdynamik-Sortiment, das Audi im Testwagen zusammengestellt hat. Hinter den fünfarmigen Gussrädern sitzt an der Vorderachse eine Keramikbremse mit 380 Millimeter großen Scheiben. Das dreistufig einstellbare Sportfahrwerk Plus inklusive Wankausgleich (1950 Euro), eine geschwindigkeitsabhängige Dynamiklenkung (1000 Euro) sowie das elektronisch geregelte Sportdifferenzial (950 Euro) summieren sich zusammen mit dem serienmäßigen Kronenrad-Differenzial zu einem beeindruckenden Technikschauspiel auf. Eine Richtungsvorgabe mittels der sehr leichtgängigen, aber überaus exakten Lenkung genügt, schon visiert der RS 5 den Scheitelpunkt an. Nachkorrekturen sind nicht mehr nötig. Mittels feinster, fast unmerklicher Bremsimpulse an den einzelnen Rädern wirken die Differenziale exzessivem Unter- und Übersteuern entgegen. Ergebnis: Ein jeder könnte im bulligen, superagil wirkenden Coupé pfeilschnell um jeden Rennkurs fliegen, samt zart wegschmierendem Heck, das sich aber ohne Zutun des Fahrers wieder fängt. Die Keramikbremse schafft zusätzliches Vertrauen, verzögert Mal für Mal enorm stark.
Eine Frage der Größe: Ist größer wirklich immer besser?

Bild: Lena Barthelmeß
Weitere Details zu den drei Markenduellen finden Sie in der Bildergalerie. Die Artikel zu den Einzeltests erreichen Sie über die Links in der Tabelle.
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