Hamburg testet neue Autobahnschilder

Hamburg testet neue Autobahnschilder

— 24.03.2014

Wegweiser für Navi-Opfer

Neue Autobahnschilder sollen orientierungslosen Autofahrern zeigen, wo sie gerade sind. Das Pilotprojekt beschränkt sich zurzeit noch auf Hamburg.

Wer das liest, der befindet sich auf der A7 Höhe Kilometer 162,5 – und ist (hoffentlich) in nördlicher Richtung unterwegs.

(dpa/mv) Ein Pilotprojekt in Hamburg soll Autobahnen sicherer und weniger stauanfällig machen. Dazu wurden am 24. März 2014 auf der A1 an der Landesgrenze zu Niedersachsen die ersten von insgesamt 642 neuen Schildern aufgestellt: Die 57 Zentimeter hohen und 66 Zentimeter breiten Tafeln werden im Abstand von 500 Metern auf Augenhöhe positioniert. Sie sollen die Autofahrer informieren, auf welcher Autobahn, in welcher Fahrtrichtung und an welchem Streckenkilometer sie sich befinden. "Mit den neuen Schildern wird Beobachtern, die telefonisch einen Unfall oder einen Stau auf der Autobahn melden wollen, die Bestimmung ihrer Position erleichtert. Polizei und Feuerwehr wissen dann sofort, wo genau sich der Anrufer befindet", sagte Hamburgs Innensenator Michael Neumann. Ziel ist es, dass die Retter rascher vor Ort sind und Störfälle schneller beseitigt werden können.

Seltsame Verkehrszeichen: Schilder aus Schilda

Das Navi weiß immer, wo das Auto ist. Ganz im Gegensatz zum Fahrer, befürchtet die Hamburger Innenbehörde.

Der "wissenschaftlich begleitete Modellversuch für ein effizientes Störfallmanagement auf Autobahnen" (O-Ton Hamburger Innenbehörde) weist gleichzeitig auf die Orientierungslosigkeit des modernen Autofahrers hin. In verzweigten Autobahnnetzen sei es ohnehin schon schwierig, permanent die aktuelle Position zu kennen, heißt es in einer Pressemitteilung der Innenbehörde. Verstärkt werde dieser Effekt noch, weil viele Verkehrsteilnehmer blind den Anweisungen ihrer Navigationsgeräte folgten und sich nicht mehr an der Autobahnbeschilderung orientieren müssten. Die Folge: Nach einem Verkehrsunfall oder bei Pannen fehle dem Autofahrer die Orientierung. Dadurch gehe bei Meldungen an die Notrufzentralen von Polizei und Feuerwehr bis zur exakten Ortung wertvolle Zeit verloren.

Schilder-Zoff: Schweden gegen Spitzbrüste

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Die Kosten des Projekts der Bundesanstalt für Straßenwesen in Höhe von 460.000 Euro trägt der Bund, Hamburg steuert 60.000 Euro für die wissenschaftliche Begleitung bei. Bis Ende 2014 werden alle Hamburger Autobahnen mit den neuen Schildern ausgestattet sein. Nach zwei Jahren soll der Versuch ausgewertet werden. Eventuell soll das Ganze dann auf ganz Deutschland ausgeweitet werden.

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