Heavy Mover: Vorstellung

— 04.10.2012

Deutschlands dickster Brummi

Der Heavy Mover stellt andere Lastwagen in den Schatten. Mit einer Höhe von 4,10 Meter und 3,50 Meter Breite ist er der größte Schwerzuglaster aus deutscher Produktion. Wir stellen die Weltneuheit vor.



Dem Heavy Mover auf Augenhöhe zu begegnen, heißt schwarzsehen. Die sechs XXL-Reifen und der unbeladene Rahmen sind 1,92 Meter hoch. Jeder Normalgewachsene steht also vor einer Wand. Wer mehr sehen will, muss sich ein paar gehörige Schritte vom 570-PS-Riesen entfernen. Erst dann sind seine gigantischen Ausmaße in Gänze zu erfassen: Knapp 4,10 Meter hoch, 12,30 Meter lang und 3,50 Meter breit, bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 80 Tonnen. Fünf Leitersprossen und ein Laufsteg müssen überwunden werden, bevor es ins stahlgefederte Fahrerhaus mit Komfortbett und Klimaanlage geht. Wir reden immer noch von einem Lkw, nicht von einem Haus und auch nicht von einem Schiff.

Ungleiches Duell: Der kleinste gegen den größten VW

Die mannshohen Reifen benötigt der Mover für seine künftigen Einsatzgebiete im schwierigen Gelände.

Mit derartigen Ausmaßen fällt der 6x6 Heavy Mover aus dem Rahmen, übertrifft sogar noch die Abmessungen anderer Schwerlastzug-Maschinen, wie die des Z 80 609 der Firma Titan Nutzfahrzeuge. Aber wozu der ganze Gigantismus? Damit Neureiche prahlen können, sie hätten den größten Lkw? Sicherlich nicht: Der Heavy Mover bekommt nicht mal eine Strassenzulassung. Alleine für seine Weltpremiere auf der IAA in Hannover musste der Laster mit Übergröße auf einem speziellen Tiefbettaufleger aus seiner Heimat Passau mit großem Aufwand chauffiert werden. Was also hat die Jungs von Paul Nutzfahrzeuge dazu getrieben, einen Mercedes Actros in ihren werkseigenen Topf mit Zaubertrank zu werfen? Die Antwort liegt im fernen Süden und Osten. Denn dort soll das deutsche Nischenprodukt in Minen und Ölfeldern seinen Zweck erfüllen.

Höher, breiter, länger: Die Kolosse der IAA 2012

Bis auf die Achsen hat Hersteller Paul original Mercedes-Teile verwendet. Dadurch ist der Mover recht pflegeleicht.

Was ihn als Nischenprodukt so attraktiv macht, ist die Tatsache, dass er trotz Mutation immer noch vom Mercedes-Nutzfahrzeuge-Service verarztet werden kann. Das spart Zeit und Geld gegenüber den üblichen Dumpern, die in den Minen arbeiten. Noch ein Vorteil ergibt sich aus einer einfachen Rechnung: Ein Dumper mit 240 Tonnen Nutzlast kostet zwei Millionen Euro. Fällt dieser aus, kostet jede ausgefallene Stunde richtig Geld. Für zwei Millionen können allerdings auch fünf Heavy Mover geordert werden. Die haben alle zusammen so viel Nutzlast wie ein Dumper. Sollte einer streiken, können immerhin noch vier weitermachen. Der Verlust für den Betreiber wäre viel geringer. Das gleiche Spiel gilt für Ölfelder, wo der Mover zerlegte Plattformen transportieren soll. Oben in der Bildergalerie liefern wir Ihnen XXL-Eindrücke!

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