Honda Jazz (2015) im Test: Fahrbericht

Honda Jazz (2015): Fahrbericht

— 20.07.2015

Erste Fahrt im neuen Honda Jazz

Freches Design, neue Technik und ganz viel Platz: Der neue Jazz ist richtig frisch. Hondas praktischer Kleinwagen im ersten Fahrbericht!

Innenraum mit zum Fahrer geneigten Bildschirm und typisch Honda etwas berladenem Lenkrad.

Ein kleiner Praktiker war der Honda Jazz ja schon immer. Die neue Generation wird dazu noch etwas spaciger. Zwar nicht so UFO-mig wie der Civic, aber eben auch nicht so artig wie der noch aktuelle Jazz. Mit seiner markanten Nase blickt uns der um 9,5 Zentimeter gewachsene Kleinwagen an, markante Sicken an den Seiten fhren zu den zackig geschnittenen Heckleuchten. Innen neigt sich die Kommandozentrale mit groem Bildschirm dem Fahrer zu, die Knpfe am leicht berladenen Lenkrad steuern die wichtigsten Funktionen. Materialauswahl und Verarbeitung gefallen insbesondere auf der Armaturentafel, nur der Ellenbogen stt in der Tr auf ungepolsterten Kunststoff. Das Infotainmentsystem lsst sich gut bedienen (Serie ab Ausstattung Comfort), verbindet sich einfach via USB, WLAN, Bluetooth oder HDMI mit dem Handy und bietet sogar diverse Apps an. Gegen Aufpreis navigiert es auch mit Echtzeit-Verkehrsinfos.

Honda Jazz: Sitzprobe (Genf 2015)

Der neue Honda Jazz: Vorstellung und Preise

Etwas mehr Platz und eine gewohnt hohe Variabilitt

Da geht was rein: Wenn der Beifahrersitz umgeklappt wird, schluckt der Jazz knapp 2,50 Meter lange Gegenstnde.

Unendliche Weiten verspricht uns Honda im Innenraum des Jazz. Also, Kofferraumklappe auf zum Check: Bingo, 354 Liter passen ins Gepckabteil, das sind 17 mehr als beim Vorgnger und 74 Liter mehr als beim VW Polo. Und der Jazz kann auch noch zaubern: Seit der Einfhrung der ersten Generation hat der kleine Honda die "Magic Seats" an Bord. Klappt man die Rcksitzlehnen um, senken sich auch die Sitzpolster ab und es entsteht eine 1,51 Meter lange Ebene. Der Kofferraum wchst so auf 1314 Liter (VW Polo 952 Liter). Schnell noch den Beifahrersitz umklappen und schon passen 2,48 Meter lange Gegenstnde in den Jazz. Eine ebenfalls bekannte und geniale Funktion der "Magic Seats" ist das Hochklappen der Sitzpolster wie bei einem Kinosessel. Dann passt auch eine Zimmerpalme stehend ins Auto. Werden die Vordersitze komplett umgeklappt entsteht eine 1,58 Meter lange Liegeflche. Auch bei der Runumsicht berzeugt der Jazz: Groe Fensterflchen, keine kleinen Schiescharten, lediglich der Bereich hinter der C-Sule ist etwas schwierig einsehbar. Viel Platz gibt es fr die Passagiere im Fond, die Kniefreiheit ist im Vergleich zum Vorgnger um 65 Millimeter gewachsen. Die gut geformten Vordersitze drften sich aber gern noch etwas weiter nach hinten schieben lassen, denn ab 1,90 Meter Krpergre bekommt der Fahrer Probleme, die optimale Sitzposition zu finden.
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Den Jazz bringt so schnell nichts aus der Ruhe

Dank dickerer Stabilisatoren, neuen Dmpfern und leichteren Komponenten fhrt sich der neue Jazz entspannt.

Auf geht's: Dank der neuen Lenkbersetzung reagieren die Vorderrder direkter. So fhlt man sich nahe am Straengeschehen, ohne dass jede Straenunebenheit bertragen wird. Das Fahrwerk haben die Ingenieure fr Europa neu entwickelt: Dank dickerer Stabilisatoren, neuen Dmpfern und leichteren Komponenten fhrt sich der Jazz entspannt und lsst sich auch von heftigeren Bodenwellen nicht stark erschttern. Im Kreisverkehr bremst der "Agile Handling Assist" die inneren Rder etwas ab, um die Kurven flotter fahren zu knnen. Der neue 102 PS starke 1.3-Liter-i-VTEC (ersetzt die 1.2 und 1.4 Liter groen Triebwerke) ist er sicher kein Kraftprotz, treibt den Jazz aber maximal auf Tempo 190 (183 km/h mit CVT). Der Sauger fordert zudem hohe Drehzahlen, maximal 123 Newtonmeter stehen erst bei 5000 Touren an. Unter 3000 Touren wirkt der Jazz gar etwas mde. Wer etwas Dynamik mchte, greift zum gut abgestuften Sechsganggetriebe. Das CVT-Getriebe (1300 Euro extra) wirkt eher behbig. Die sieben simulierten Gnge werden bei etwas mehr Gaseinsatz nicht gehalten. Und so wird der Motor zwar schnell lauter, der Jazz aber kaum schneller.

Drei Ausstattunglinien bietet Honda fr den Jazz: Trend (ab 15.900 Euro), Comfort (ab 16.850 Euro) und Elegance (ab 18.450 Euro). Klima, Tempomat und City-Notbremsassistent sind immer mit dabei, die beiden hheren Ausstattungen bringen sinnvolle Funktionen wie das Infotainmentsystem "Honda Connect" samt 7-Zoll-Touchscreen und Mirror-Link sowie kamera- und radarbasierte Assistenten wie Verkehrszeichenerkennung oder Spurhalteassistent mit. Der Marktstart des neuen Honda Jazz ist Ende September 2015.

Technische Daten Honda Jazz 1.3 Comfort Motor: 1.3 Liter i-VTEC, vier Zylinder, 75 kW/102 PS bei 6000 U/min. Max Drehmoment 123 Nm bei 5000 U/min, manuelles Sechsganggetriebe (optional stufenloses CVT-Getriebe mit sieben simulierten Gangstufen). Wendekreis 10,8 Meter. Mae (L/B/H in mm): 3995/1980/1550), Kofferraumvolumen 354/1314 Liter. Vmax 190 km/h (CVT: 183 km/h), Beschleunigung 0-100 km/h: 11,2/12,0 Sekunden. Kraftstoffverbrauch kombiniert 5,1/4,9 Liter. Preis Ab 16.850 Euro.

Honda Jazz (2015) im Test: Fahrbericht



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Fazit

Sympathisch, dieser Jazz! Der kleine Japaner berzeugt mit viel Platz, Variabilitt und gut abgestimmtem Fahrwerk. Der Motor reicht vollkommen aus, ist aber eher fr entspannte Stadt- und Landstraenfahrer.

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