Hyundai i40: Fahrbericht

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Hyundai i40: Fahrbericht

— 25.10.2011

Der Passat für Rechner

Hyundai wird immer besser: Auch mit Stufe kommt der i40 dem VW-Niveau verblüffend nahe. Mit dem kleinen Diesel zeigt die Limousine eine sehr angenehme Reisequalität.

Was an Hyundai so erschreckt, ist das Tempo, mit dem die Autos besser werden. Während Konkurrenten bei Modellwechseln stagnieren oder kaum Neues bieten, machen die Koreaner große Fortschritte. Das jüngste Beispiel heißt i40: gestern noch ein schnarchiger Sonata hinten auf dem Händlerhof, heute ein "Hoppla, was ist das denn?". Einfach eine ausgewachsene Limousine jenseits der Peinlichkeitsschwelle, mit gelungenen Proportionen, gefälligen Leuchten und nur wenigen Details, die so laut um Aufmerksamkeit buhlen wie die Sicke in der Flanke.

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Hier passt alles: kein Müffeln, kein Klappern, geschäumte Kunststoffe, hohe Qualität.

Innen zeigt der Viertürer schnell, warum der Ritterschlag von VW-Chef Martin Winterkorn auf der IAA ("Do scheppert nix") berechtigt war. Trotz der geschwungenen Formen finden die Finger sich schnell zurecht, und die Qualität hält selbst schärfster Prüfung stand: geschäumte Kunststoffe, kein Müffeln, kein Klappern. Man fläzt sich in reichlich Platz, ach, so müsste ein Opel sein. Nur im Fond drückt die Coupé-Linie ein wenig auf den Scheitel, weil das Glasdach Sitzhöhe kostet. Hyundais Entwicklungszentrum in Rüsselsheim hat den i40 nach Europas Geschmack entwickelt. Die Sitze breit genug, der Kofferraum endlose 500 Liter groß (allerdings nur mit kleiner Durchladeluke), der Diesel eine Wohltat.

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Gleiter für Langstrecken: Mit dem kleinen Diesel ist der i40 ein angenehmer Reisewagen.

Dieser 1,7-Liter mit 136 PS beherrscht vom flotten Antritt bis zum gelassenen Gleiten eine erstaunliche Bandbreite – und das vorbildlich leise. Weil er weder zubeißt noch in Lethargie verfällt, passt auch die exakte Handschaltung. Automatik überflüssig, ein Gleiter für Langstreckenfahrer. Nur wer’s flotter angeht, bringt den i40 in Verlegenheit. Dann fühlt sich die Lenkung zu leichtgängig an, harte Schläge verarbeitet die Federung etwas hölzern. Was die Entwickler können, zeigt der gut abgestimmte Schleuderschutz ESP. Doch die Schnäppchen-Tage sind auch bei Hyundai vorbei: Die 31.500 Euro für die Topversion (u. a. mit Leder, Navi, Spurverlassenswarner) liegen auf Europa-Niveau.

Technische Daten Hyundai i40 1.7 CRDI Vierzylinder, Turbo, vorn quer • Hubraum 1685 cm³ • Leistung 100 kW (136 PS) bei 4000/min • max. Drehmoment 330 Nm bei 2000/min • Vorderradantrieb • Sechsgang manuell • Kofferraumvolumen ca. 500 l • 0–100 km/h in 12,0 s • Spitze 190 km/h • EU-Mix 5,6 l Diesel/100 km • CO2 149 g/km • Preis ca. 31.500 Euro.
Joachim Staat

Joachim Staat

Fazit

Respekt, Hyundai! Diesem Auto steht nur noch sein Ruf im Weg – asiatische Limousinen galten als langweilige Ladenhüter. Der i40 ist um Meilen besser: modern, gut verarbeitet, geräumig und mit einem tollen Diesel. Ein Geheimtipp in der Reisedampfer-Klasse.

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