Hyundai ix35/VW Tiguan: Test — 18.11.2011
Wer trägt die SUV-Krone?
Ein harter Kampf um die SUV-Krone: Der VW Tiguan ist der Deutschen liebster Geländegänger. Ob ihn der Hyundai ix35 vom Thron stoßen kann? Ein Preis-Leistungs-Vergleich.
Der
Tiguan ist ein typischer VW: spät auf den Markt gekommen – und dann sofort alle Konkurrenten überholt. Volkswagen hat von Januar bis September 34.919 der Kompakt-SUV unters Volk gebracht. Herausforderer
ix35 schaffte gerade mal ein Viertel davon. An den Qualitäten des Koreaners kann das nicht liegen. Der ix35 ist der beste Beleg dafür, wie schnell
Hyundai lernt. Das beginnt beim Design. Selbst gegenüber dem gekonnt gelifteten Tiguan sieht der ix35 nicht billig aus, die Koreaner scheinen ihre Linie gefunden zu haben.
Überblick: Alle News und Tests zum Hyundai ix35
Video: VW Tiguan vs. Hyundai ix35
Kampf um die SUV-Krone
Während das Design schon stimmt, täte dem Korea-SUV technisch ein wenig Feinschliff gut. Im Innenraum will echtes Wohlfühlaroma nicht so recht aufkommen. Das Cockpit ist weder in puncto verbaute Materialien noch beim Thema Bedienung auf dem Qualitätsstand des Tiguan. Und die Sitze des ix35 sind selbst für normal gewachsene Europäer eine Nummer zu klein. Auch in Fahrt zeigt der Hyundai Nachbesserungsbedarf. Sein Fahrwerk ist schwammig, die Lenkung gefühllos, und Kurven nimmt der ix35 behäbig – ein
SUV alter Schule. Der Tiguan hingegen fährt sich wie ein moderner Pkw: komfortable Federung, gutes Handling. Fairerweise muss erwähnt werden, dass der Test-Tiguan mit der aufpreispflichtigen Dämpferverstellung DCC (980 Euro) ausgestattet ist. Unterm Strich ist der Tiguan das bessere Auto. Allerdings – auch das ist typisch
VW – das deutlich teurere. Obwohl der Hyundai zwar 28 Punkte schlechter, aber in der Anschaffung bemerkenswerte 4000 Euro günstiger ist, wird er am Ende Preis-Leistungs-Sieger.
| Fahrzeugdaten |
Hyundai |
VW |
| Motor |
Vierzylinder, Turbo, vorn quer |
Vierzylinder, Turbo, vorn quer |
| Ventile/Nockenwellen |
4 pro Zylinder/2 |
4 pro Zylinder/2 |
| Nockenwellenantrieb |
Kette |
Zahnriemen |
| Hubraum |
1995 cm³ |
1968 cm³ |
| kW (PS) bei 1/min |
100 (136)/4000 |
103 (140)/4200 |
| Nm bei 1/min |
320/1800 |
320/1750 |
| Vmax |
181 km/h |
190 km/h |
| Getriebe |
Sechsgang manuell |
Sechsgang manuell |
| Antrieb |
Allradantrieb |
Allradantrieb |
| Bremsen vorn/hinten |
Scheiben/Scheiben |
Scheiben/Scheiben |
| Testwagenbereifung |
225/60 R 17 H |
235/55 R 17 H |
| Radgröße |
6,5 x 17" |
7 x 17" |
| Abgas CO2 |
149 g/km |
150 g/km |
| Verbrauch* |
6,7/5,1/5,7 l |
6,9/5,1/5,8 l |
| Tankinhalt |
58 l/Diesel |
64 l/Diesel |
| Vorbeifahrgeräusch |
73 dB (A) |
74 dB (A) |
| Anhängelast gebremst/ungebremst |
2000/750 kg |
2200/750 kg |
| Kofferraumvolumen |
465–1436 l |
470–1510 l |
| Preis (wird bewertet) |
27.480 Euro** |
31.520 Euro*** |
| *innerorts/außerorts/gesamt auf 100 km; ** inklusive 17-Zoll-Bereifung für 390 €; *** inklusive DCC-Fahrwerk für 1070 € und 17-Zoll-Bereifung für 450 € |
| Messwerte |
Hyundai |
VW |
| Beschleunigung |
| 0–50 km/h |
3,1 s |
3,4 s |
| 0–100 km/h |
10,3 s |
11,3 s |
| 0–130 km/h |
18,2 s |
20,3 s |
| Elastizität |
| 60–100 km/h |
6,6 s (4. Gang) |
8,1 s (4. Gang) |
| 80–120 km/h |
10,3 s (6. Gang) |
17,0 s (6. Gang) |
| Leergewicht/Zuladung |
1640/500 kg |
1702/548 kg |
| Gewichtsverteilung v./h. |
60/40 % |
58/42 % |
| Wendekreis links/rechts |
11,4/11,2 m |
11,9/11,8 m |
| Bremsweg |
| aus 100 km/h kalt |
36,8 m |
36,9 m |
| aus 100 km/h warm |
37,4 m |
36,3 m |
| Innengeräusch |
| bei 50 km/h |
59 dB (A) |
61 dB (A) |
| bei 100 km/h |
69 dB (A) |
64 dB (A) |
| bei 130 km/h |
73 dB (A) |
69 dB (A) |
| Testverbrauch – CO2 |
7,2 l D – 191 g/km |
6,8 l D – 181 g/km |
| Reichweite |
800 km |
930 km |
Hintergrund: So testet AUTO BILD
Fazit
Volkswagen hat mit dem Tiguan ein Auto ohne gravierende Mängel auf die Räder gestellt. Er ist einwandfrei verarbeitet, gut zu bedienen, hat viel Platz und fährt sich wie ein moderner Pkw. Im Vergleich dazu braucht der Hyundai deutlich Feinschliff. Er ist schlechter verarbeitet, bietet weniger Platz und fährt bei Fahrwerk und Lenkung klar hinterher. Sein Motor hingegen kann mit gutem Durchzug überzeugen. Das entscheidende Argument für den ix35 ist der viel niedrigere Preis.
Kommentare zum Artikel (5)
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Im neuen Bond-Film wird James Bond im Range Rover unterwegs sein. Deutsche Biedermänner sind entsetzt, gingen sie doch stark davon aus, daß Bond den verwegenen VW Tiguan fahren wird.
Die sitze im IX35 sind größer, da kann selbst mein Bruder 2,02m noch gut drin sitzen. Da ist der VW viel unbequemer.
Formhalber- der Koreaner gewährt 5Jahre Garantie ab Werksauslieferung-Verschiffung !
Ich habe bei Fleischhauer kein Tiguan mit angemessener Ausstattung für €31.550,- gesehen
VW ist der größte Preisbetrüger aller Zeiten= Marktführer
wenn tiguan Qualität beeser ist, warum hat dann ix35 5 jahre garanti und nicht tiguan?!
tiguan ist wiedereinmal ein aufgefischtes alteisen(siehe Golf) außen wie innen in
geilsenkirchener barock gehalten, sieht neben den ix35 innen wie ausen ganz alt aus.
und die sitze sind -natürlich-vorne und hinten größer als in tiguan
der tiguan ist schrecklich hässlich