Kfz-Kaufvertrag

— 14.12.2010

Verkaufen ohne Risiko

Auto weg, sein Geld nicht bekommen, und vom Amt hagelt es Strafmandate. Das kann passieren, wenn man beim Autoverkauf Fehler macht. Welche Dinge Sie bei der Autoübergabe und beim Kaufvertrag beachten sollten.



Endlich hat sich ein Käufer für Ihren Gebrauchten gefunden, 3750 Euro sind abgemacht. Doch als er erscheint, soll alles schnell gehen: 500 Euro will der Mann bar zahlen, den Rest überweisen. Er gibt Ihnen seine Visitenkarte, irgendwas mit "Sales" steht darauf, und seinen Vertrag zum Unterschreiben hat er auch mitgebracht. Lassen Sie sich darauf ein? Besser nicht, sonst geht es Ihnen am Ende wie jährlich Tausenden Privatverkäufern: am Ende nichts als Ärger. Wie der sicher vermieden wird, klären wie hier.

Muss ich mein Auto jedem verkaufen, der den Preis akzeptiert?
Nein, überhaupt nicht. Vor allem nicht, wenn der Interessent Ihre sonstigen Bedingungen nicht erfüllen will. Mitunter treten Käufer sehr aggressiv auf, lassen Sie sich davon nicht einschüchtern, weisen Sie ihnen die Tür.

Soll ich den Wunsch nach einer Probefahrt akzeptieren? Ja, die ist schließlich üblich. Aber nur zu Ihren Bedingungen: Sie fahren mit, am besten in Begleitung und sicherheitshalber nur am Tag. Ihr Risiko: Beschädigt der Probefahrer Ihren Wagen, ist er Ihnen zwar Schadenersatz schuldig – doch den dann auch zu erhalten, das steht auf einem anderen Blatt.

Musterkaufvertrag vom AvD



Soll ich einen schriftlichen Kaufvertrag abschließen? In jedem Fall! Nur so können Sie die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistung schriftlich ausschließen. Versäumen Sie das, und verkaufen Sie etwa nur auf Quittung, müssen Sie zwei Jahre Sachmängelhaftung leisten – Streit ist programmiert. Schreiben Sie daher als Privatverkäufer immer in den Vertrag: "Privatverkauf ohne Gewährleistung".

Soll ich eine Anzahlung auf den Kaufpreis akzeptieren? Nur, wenn bei der Autoübergabe der Rest bar bezahlt wird. Übergeben Sie nie ein nur angezahltes Auto, sofern Ihr Vertrauen in den Käufer nicht felsenfest ist.

Soll ich meinen Wagen angemeldet übergeben? Das ist Entscheidungssache. Ist das Vertrauen dazu vorhanden, dann aber unbedingt Datum und Uhrzeit der Übergabe im Vertrag notieren. Vorsichtige übergeben ihr Auto nur abgemeldet, das muss der Käufer zuvor natürlich wissen. Ist der ein Händler, hat er rote Nummern. Ein Privatmann kann sich Kurzzeitkennzeichen besorgen oder den Wagen auf einem Anhänger mitnehmen. Alternative: gemeinsam zur Zulassungsstelle fahren und den Wagen dort ummelden.

Was kann passieren, wenn ich den Wagen angemeldet übergebe? Ärger und Kosten folgen, wenn der Käufer den Wagen nicht gleich ummeldet. Sie sind dann erst mal weiter zahlungspflichtig für Steuer und Versicherungen – und bekommen Bußgeldbescheide ins Haus. Das alles dann wieder geradezurücken, kostet Zeit, Geld und Nerven.
Roland Bunke

Roland Bunke

Fazit

Zum Treffen mit Kaufinteressenten holen Sie sich als Verkäufer besser Verstärkung. Mit einem resoluten Vereinskameraden oder Schwager an Ihrer Seite läuft alles gleich viel entspannter.

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