Kia Optima Sportswagon (2016) im Test: Fahrbericht

Kia Optima Sportswagon (2017): Vorstellung und Plug-In-Hybrid

— 19.06.2017

Optima SW wird unter Strom gesetzt

Der Kia Optima Sportswagon bietet auf 4,86 Meter Länge reichlich Platz. Jetzt bringen die Korener auch eine Plug-in-Hybrid-Variante.

­Kia punktet mit seinem Optima vor allem bei Familien oder Flottenmanagern. Künftig können Eltern und Vertreter aber auch voll elektrisch ihre Besorgungen und Dienstfahrten tätigen. Der Optima bekommt nämlich eine Plug-in-Hybrid-Version. Etwas mehr als 60 Kilometer soll der Kombi mithilfe des verbauten Akkus emmissionsfrei durch den städtischen Alltag gleiten. Der Zweiliter-Benziner leistet 156 PS, der an das Getriebe gekoppelte E-Motor noch einmal 68 PS zusätzlich. Die Gesamtsystemleistung beträgt aber nur 205 PS. Das Einstiegsmodell beginnt bei 41.940 Euro. Die Limousine gibt es schon als Hybrid. Mit dem Sportwagon kann also noch für dieses Jahr gerechnet werden.

Von außen modern, von innen zu brav

Der Plug-in-Hybrid soll eine voll elektrische Reichweite von 62 km haben.

Die ansteigende Fensterlinie und das glatte Heck des Optima Sportswagon vermeiden den Kastenlook, vermiesen aber die Rundumsicht beim Einparken. Auf 4,86 Meter Länge macht der Optima vieles richtig: reichlich Platz auf der Rückbank, die per Hebelzug auch von hinten umfällt, großer Kofferraum (552 bis 1686 Liter) und Staufächer im doppelten Boden. Da freuen sich Vertreter wie Väter, auch wenn die Ladefläche bei umgelegten Rücksitzen leicht ansteigt. So modern der Optima außen auftritt, so brav wirkt er innen. Klare Bedienung und solide Materialien gefallen, doch die Sitze der neuen Sportvariante GT bieten zu wenig Seitenhalt. Schön, Kia fährt wie gewohnt eine umfangreiche Ausstattung auf, doch irgendwie fehlt der Einrichtung der letzte Pep. Oder erwarten wir von der Aufsteigermarke zu viel?

100.000 Kilometer mit dem Kia cee'd

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Video: Kia Optima SW (2016)

Schicker Korea-Kombi

Adaptives Fahrwerk mit drei Modi

Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe bevorzugt die sanfte Gangart.

Dem Kia-Rezept – Technik nie auf dem letzten Stand, dafür extrem fehlerfrei – folgt auch der Optima SW, der in der beliebten Flotten-Form vorfährt: als Diesel mit Automatik. Der 1,7-Liter klingt zwar knurriger als etwa ein Diesel von Renault, zieht aber mit 141 PS ordentlich an und kommt laut Norm mit 4,6 Liter aus. Ein solider Alltagsbegleiter also, genau wie das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, das unter einem ruhigen Gasfuß meist sanft schaltet und erst bei Kickdown in Hektik verfällt. Kia lernt schnell. Erstmals bietet die Marke ein adaptives Fahrwerk, das per Knopf hinterm Schalthebel verstellt wird. Doch "Eco", "Normal" und "Sport", die auch Lenkung, Gasannahme und Getriebesteuerung beeinflussen, bringen zumindest bei den 18-Zoll-Rädern zu wenig Unterschiede im Federungskomfort. In "Sport" schaltet der Optima nur hektischer, was die kernige Seite des Diesels hervorkehrt. Das Fahrwerk federt grundsätzlich leicht störrisch, die Lenkung arbeitet zu leichtgängig und gefühllos. Doch man gewöhnt sich schnell, Kilometerschrubber kommen auf glatter Autobahn damit sicher klar.

Kia Optima Sportswagon (2016) im Test: Fahrbericht

Der richtige Motor für den Optima

Das Heck ist fein gezeichnet, das Kofferraumvolumen liegt bei 553 Litern.

Aber welcher Motor passt am besten zum koreanischen Langstrecken-Frachter? Sicher nicht Kias neuer GT-Benziner, der mit 245 Turbo-PS an die 240 km/h Spitze rennt: zu straff, zu durstig auf der Autobahn. Der macht nämlich eher Karriere als Renommier-Vorführwagen bei Kia-Händlern. Bleibt also der einzige Diesel. Unter den vier Ausstattungen werden Privatkunden aus der offiziellen Preisliste überwiegend den Optima SW "Spirit" für 35.090 Euro wählen, während Flottenmanager gesonderte Angebote bekommen: Der "Business Supreme" etwa verzichtet auf den letzten Luxus (kein LED-Licht), kostet dafür nur 32.290 Euro. Das würde den Familien auch gefallen.

Autor: Joachim Staat

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Kombi

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