Kindersitze, Teil 1
— 09.03.2009Sicherheit geht vor
Es gibt viele Dinge im und am Auto, bei denen man Geld sparen kann. Beim Thema Kindersitze hört der Spar-Spaß jedoch auf. Für unsere Kleinen sollte Sicherheit die oberste Maxime sein. Und die kostet meist ein paar Cent mehr.
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Da lässt es sich ruhig schlafen. In Deutschland dürfen nur Sitze mit dem Prüflabel ECE-R-44 verkauft werden.
Nach welcher Norm sollte ein Kindersitz geprüft sein? In Europa gibt es eine einheitliche Prüfnorm für Kindersitze. In Deutschland dürfen nur Sitze mit dem Prüflabel ECE-R-44 verkauft werden. Die aktuellen Normen sind ECE-R-44/03 und ECE-R-44/04. Die Modelle mit dem Prüfsiegel ECE-R-44/04 sind seit Anfang 2006 auf dem Markt. Diese Norm unterliegt verschärften Zulassungsbedingungen und garantiert die derzeit größtmögliche Sicherheit.
Was taugen Billigsitze? Bei unterschiedlichsten Tests schneiden die günstigen Kindersitze immer wieder schlecht ab. Grund sind mangelhafte Verarbeitung, schlechte Handhabung, miserable Bedienungsanleitungen oder hohe Fehlbedienungsmöglichkeiten sowie minimaler Sitzkomfort für das Kind. Deshalb Finger weg von den "Billigheimern"!
Was taugen gebrauchte Kindersitze? Auch der beste Kindersitz zeigt im Laufe der Zeit Verschleißerscheinungen. Deshalb sollten sie nicht länger als sechs Jahre genutzt werden. Einen unbeschädigten Sitz an das Geschwisterkind weiterzureichen, ist in Ordnung. Vorsicht beim Kauf eines Sitzes vom Flohmarkt oder übers Internet: Das Alter der Sitze steht oft nicht fest, und er könnte schon mal in einen Unfall verwickelt gewesen sein – und ist dann nicht mehr sicher.
Was taugen integrierte Sitze? Einige Automobilhersteller bieten integrierte Sitze an, die sich bei Bedarf aus der Rückbank zaubern lassen. Vorteil: keine Montage-Probleme, der Sitz ist immer im Auto, raubt jedoch keinen Platz. Nachteil: Nicht alle Systeme sind bequem fürs Kind, zudem bieten sie keinen ausreichenden Seitenaufprallschutz. Und: Für Fahrten in anderen Autos wird ein weiterer Sitz benötigt. Integrierte Kindersitze sind so gesehen keine Dauerlösung, aber eine Alternative für "Gelegenheits-Kindertransporteure" wie Großeltern und Taxifahrer.
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