Mit Hochspannung gegen Marder – so funktioniert's

Marderschutz und Marderabwehr fürs Auto

Schutz vor scharfen Zähnen

Steinmarder zerstören bei Revierkämpfen Kabel, Schläuche und Gummis am Motor. Nur ein elektrischer Zaun vertreibt die Nager endgültig. AUTO BILD erklärt, wie der Marderschutz funktioniert.
Kratzspuren an Dämmwolle, verräterische Haare oder Bissspuren an Schläuchen und Kabeln – alles Hinweise auf einen geheimnisvollen Besucher: Martes foina, der Steinmarder. Die wilden Gesellen haben ihre Scheu vor Menschen schon lange verloren. Sie nutzen den Überfluss, ernähren sich von Abfall, wohnen auf Dachböden und wüten leider auch besonders gern unter den Motorhauben unserer Autos. Das Problem: Marder sind Einzelgänger, setzen Duftmarken, um ihr Revier zu markieren. Steht das Auto dann im Bereich eines zweiten Marders, geht es zur Sache. Angelockt vom Geruch des Konkurrenten, bekommt der Räuber schlechte Laune und beißt wild um sich. Die kleinen, scharfen Zähnchen perforieren Wasserschläuche und Stromkabel, schnell kostet die Reparatur einen vierstelligen Betrag. Und da die Beschädigungen oft schwer zu erkennen sind, drohen zudem teure Folgeschäden: Zündaussetzer können den Katalysator zerstören, undichte Kühlmittelschläuche zu Motorschäden führen.

Teilkasko kommt bei Maderschäden oft nicht zum Zug

Ob die Teilkasko für den Marderschaden am Auto aufkommt, hängt von der Police ab.

Bei den Kfz-Versicherungen landen im Jahr rund 200.000 durch Marder verschuldete Reparaturen. Schadenssumme: über 60 Millionen Euro. Und das sind nur die Kaskofälle. Wer lediglich eine Haftpflicht für sein Auto hat, bleibt auf der Reparatur sitzen. Da die Versicherungs-Gesellschaften heute ihre Vertragsbedingungen frei gestalten können, kann ein Marderbiss je nach Gesellschaft und Police unterschiedlich versichert sein. Manche Versicherer bieten für den Marderschaden und seine Folgen eine gesonderte Police an. Bei anderen Unternehmen wiederum ist er über die Teilkasko-Versicherung mit abgedeckt. Da jedoch die meisten Teilkasko-Policen mit einer Selbstbeteiligung abgeschlossen werden (in der Regel 150 Euro pro Schaden) und diese Summe im Schadensfall verrechnet wird, kommen viele Teilkasko-Versicherungen bei Marderschäden gar nicht zum Zuge, der Autobesitzer trägt den Schaden allein.

Marderschutz: Nur Hochspannung vertreibt den Nager zuverlässig

In jedem Fall ist es besser, Marder vom Auto fernzuhalten. Aber welche Mittel wirklich gegen die pelzigen Zeitgenossen wirken, weiß kaum einer. Die Motorwäsche ist schon mal der erste Schritt. Viele Autofahrer schwören zudem auf kleine Säckchen mit Hunde- und Katzenhaaren, auf Ultraschall und Maschendraht. Sie wollen ihr liebstes Stück mit stinkenden Pasten und Zauber-Sprays schützen, hängen Toilettensteine und Mottenkugeln unter die Motorhaube. Wenn es um Marder-Attacken geht, werden Deutschlands Autofahrer kreativ. Auf Dauer hilft aber nur Strom, um ihn fernzuhalten. Im Prinzip funktioniert das wie der elektrische Weidezaun auf der Kuhwiese. Der Marder kommt gegen die beiden blanken Metallplatten und erhält einen Stromschlag, erschrickt und verzieht sich. Der Einbau unseres Bausatzes ist kinderleicht, zwei Knopfzellen sorgen für den Strom, selbst die Kontaktplatten lassen sich ohne zu schrauben anbringen. Wie das funktioniert und wie Sie es einbauen, lesen Sie in der Bildergalerie.
Marderschutz und Marderabwehr

Alles für den Marderschutz

Duftmarken-Entferner

Marderschreck mit Ultraschall und Hochspannung

Mobiles Marderabwehr-Gerät

Marderabwehr mit LED und Ultraschall

Marderspray

Mit Hochspannung gegen Marder – so funktioniert's


Bernd Volkens

Bernd Volkens

Fazit

Ich mag Tiere, nur unter meiner Motorhaube haben sie nichts zu suchen. Da Steinmarder sich an den Menschen gewöhnt haben, lassen sie sich nur schwer vertreiben. Strom ist effektiv, für mich die beste Lösung.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Gebrauchtwagen