Mazda3 Hybrid: Fahrbericht

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Mazda3 Hybrid: Fahrbericht

— 26.11.2013

Dreier mit Doppelherz

Mazda hat seinem 3er für den japanischen Markt das Doppelherz des Toyota Prius implantiert. Wir haben die Hybrid-Variante schon ausprobiert.

In Japan schickt Mazda den Dreier mit Doppelherz los.

Rechenstunde bei Mazda: Weil die Herren in Hiroshima eins und eins zusammenzählen können, bringen sie den Dreier nun mit Doppelherz. Ab sofort gibt es den Mazda3 in Japan als viertürige Limousine gegen einen Aufpreis von umgerechnet etwa 2000 Euro jetzt auch in einer Hybrid-Version (ab etwa 18.000 Euro). Dieser Schritt ist nur logisch. In der Golfklasse hat der Doppelantrieb auf der Insel bereits einen Anteil von 50 Prozent, Tendenz steigend. Zudem sparen Hybride in Japan genau wie besonders saubere Diesel rund 1100 Euro beim Kauf, weil sie als besonders schadstoffarm eingestuft sind.

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Da Mazda sich lange auf ihre sparsamen Skyactiv Motoren konzentriert hat, wurde in Hiroshima kein eigener Hybridantrieb entwickelt. Offensichtlich von der Nachfrage überrascht musste eine schnelle und günstige Lösung her. Die fand man beim Primus Toyota. Dem in Japan als "Axela" bekannten Dreier wurde flugs das Doppelherz-System des Prius implantiert, der in seinem Segment in Japan einen Anteil von 41 Prozent hat. Dieses Paket ist zwar nicht mehr ganz taufrisch und arbeitet noch mit einer Nickel-Metallhydrid-Batterie, aber es ist eben auch ausgereift und zuverlässig.

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Der Zweiliter-Skyactive-Motor leistet im hybriden Dreier 99 PS.

Angepasst auf eine etwas dynamischere Gangart, kombiniert Mazda Toyotas Hybridkomponenten (Batterie, Elektromotor, Getriebe und Steuereinheit) mit dem eigenen Zweiliter-Skyactiv-Benziner. Dieser leistet in dem neuen Verbund 99 PS, die Systemleistung aller Komponenten gibt Mazda wie beim Prius mit 136 PS an. Nur vom E-Motor angetrieben soll der Dreier – ebenfalls wie beim Prius – zwei Kilometer stromern, der Verbrauch nach japanischer Norm liegt mit 3,2 Litern etwas höher als beim Cw-optimierten Spender Prius.

Wie nicht anders erwartet, hat der Gastarbeiter im Mazda3 keine großen Anpassungsprobleme. Bei der ersten kurzen Testrunde durchs Hafengebiet von Yokohama vor den Toren Tokios verstanden sich beide prima. Die ersten Meter gleitet der Hybrid-Dreier rein elektrisch von dannen, bis sich der Benziner mit leiser Stimme ruckfrei dazugesellt. Alles wirkt so souverän und eingespielt, als wären Dreier und Prius-Technik seit Jahren dickste Kumpel.

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Nach Deutschland soll ein hybrider Mazda3 frühestens 2018 kommen.

Deutsche Kunden werden dieses harmonische Doppel leider nicht kennen lernen: Der Hybrid-Dreier ist vorerst nur für den japanischen Markt vorgesehen, vielleicht schickt Mazda ihn später auch noch in die USA. Bis wir in Europa einen Hybriden von Mazda fahren können, dürfte es noch einige Jahre dauern. Erst für die nächste Generation der Skyactiv-Motoren, die noch einmal 30 Prozent sparsamer sein soll, könnte Mazda auch bei uns eine Hybrid-Version anbieten. Und das wird nicht vor 2018 sein. Bleibt zu hoffen, dass sich die Herren aus Hiroshima da mal nicht verrechnet haben.

Autor: Tomas Hirschberger

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