McLaren-Mercedes aus Streichhölzern
— 30.01.2008Michaels Meisterstück
In sechseinhalb Jahren Arbeit hat Michael Arndt das Weltmeister-Auto von Mika Häkkinen nachgebaut. Dazu brauchte er 956.000 Streichhölzer und 1686 Tuben Klebstoff. Besuch bei einem Extremisten.
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Die meisten Hölzer sind aus dem Supermarkt
Sechseinhalb Jahre Streichhölzer köpfen, halbieren, verkleben, Tag für Tag, Stück für Stück. Und nun geht alles zu Bruch? Ein vorsichtiger Blick: Der 40-Jährige sitzt hinterm Lenkrad, der Eigenbau hat gehalten. "Keine Sorge, ich habe die Hölzer teilweise in zehn Lagen geklebt", sagt Arndt, "das hält was aus!" Okay, dann schauen wir mal genauer hin. Auf das herausnehmbare Lenkrad, das Bedienknöpfe trägt und Schaltwippen aus Holz-Wäschklammern. Auf die perfekt geformten Räder, die allein 200.000 Hölzer verschlungen haben. Oder auf die vielen Feinheiten: verstellbare Außenspiegel, detailliert nachgebaute Radaufhängungen, ein abnehmbarer Heckflügel. Wahnsinn! Stundenlang könnte man das alles beschreiben, und doch würde man die interessanteste Frage nicht beantworten: Was ist das für ein Typ, der in seiner Freizeit jahrelang Streichhölzer aneinanderklebt? Hat der überhaupt ein Sozialleben, wohnt er vielleicht noch bei Mutti? Schon die erste Begegnung ist überraschend: Da steht ein sportlicher, muskulöser Typ in der Tür. Oben in der Wohnung im ersten Stock wartet seine Freundin Neclar (39). Und beruflich scheint der Mann auch erfolgreich zu sein. Was er bei der Stadt macht, darf er nicht erzählen, angesichts des SLK vor der Tür scheint es aber kein ganz schlechter Job zu sein.
Das Vorbild: Anhand dieses 1:18-Modells des MP 4/14 errechnete Michael Arndt die Original-Dimensionen.
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