Mercedes G-Code Concept Car: Vorstellung

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Mercedes G-Code Concept Car: Vorstellung

— 03.11.2014

Der Mercedes von morgen

Mit dem G-Code zeigt Mercedes, was möglich ist: Solarzellen im Lack und reiner Sauerstoff im Cockpit machen diese Benz-Studie beinahe zum Raumschiff.

Die Crew der Enterprise hätte sicherlich ihre wahre Freude am Mercedes G-Code. Denn die futuristische Studie eines kompakten Geländecoupés, die jetzt zur Eröffnung des neuen Designcenters in Peking enthüllt wurde, ist völlig abgefahren, imitiert sogar den Warp-Antrieb des Sternenkreuzers.
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Mini-Solarzellen im Lack

Video: Mercedes G-Code (2014)

Mit dem Concept Car Richtung Zukunft

Zwar knurrt unter der Haube ein noch halbwegs greifbarer Wasserstoffverbrenner, und an der Hinterachse ist eine E-Maschine montiert, sodass die Schwaben schon von der digitalen Kardanwelle sprechen. Doch bereits das Laden des Lithium-Ionen-Akkus klingt verdächtig nach Science-Fiction: Wer nicht warten will, bis sich die Plug-In-Batterie an der Steckdose vollgesogen hat, der rollt mit dem G-Code einfach der Sonne entgegen – und lädt den Akku mit den mikroskopisch kleinen Solarzellen, die Mercedes in den "Multivoltaik Silver"-Lack gemischt hat. Und falls die Sonne im Smog von Peking oder Shanghai mal nicht zu sehen ist, lädt sich die Beschichtung durch den Fahrt- oder Umgebungswind auch elektrostatisch auf und liefert so die Energie für die Erzeugung des Wasserstoffs an Bord.

Erste Mitfahrt im Mercedes-AMG GTS

Bildschirm im Kühlergrill

Ein LED-Leuchtband sorgt für die Beleuchtung am Heck.

Nicht minder spektakulär ist die optische Umsetzung dieses Motorkonzepts, die Mr. Spock und Captain Kirk sattsam vertraut sein dürfte. Denn genau wie die holografischen, meist blauen Lichtspiele des Warpantriebs an ihrer Enterprise hat auch der G-Code eine eingebaute Lichtorgel, die jede Menge Show macht. Dort, wo sonst ein Lamellen-Kühler montiert ist, haben die Schwaben einen riesigen Bildschirm in den Bug gebaut und bespielen ihn mit spektakulären Sternengrafiken. Wenn das Auto parkt, pulsiert die vielschichtige Sternenmatrix in einem ruhigen Blau. Sobald es elektrisch fährt, werden die Sterne blau, laufen nach innen und simulieren einen Tunnel, der seine Umgebung zu verschlucken scheint. Und wenn sich der Verbrenner zuschaltet, wechselt die Beleuchtung ins Rote, die Pulsierung dreht sich und es sieht so aus, als würde der G-Code förmlich Energie spucken. Die LED-Scheinwerfer mit G-förmiger Signatur, das LED-Leuchtband für die Beleuchtung am Heck oder die winzigen Kameras an schwenkbaren Flügeln anstelle der Außenspiegel sind dagegen fast schon langweilig.

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Um Verspannung oder Ermüdung vorzubeugen, bläst die Elektronik reinen Sauerstoff in die Kabine.

Ähnlich phantasievoll wie das Karosseriedesign ist das Interieur des Viersitzers: Wenn sich die gegenläufig angeschlagenen Türen ohne störende B-Säule öffnen, sind die Sitze für den bequemen Zustieg weit auseinandergerückt sowie die Pedale und das Cockpit eingezogen. Erst wenn der Fahrer sein Smartphone einclipst, wechselt das Auto in den Betriebsmodus, rückt automatisch Sitze und Instrumente zurecht und faltet das Lenkrad wie einen Schmetterling aus dem Armaturenbrett. Gleichzeitig starten das riesige, über die gesamte Fahrzeugbreite reichende Display und die indirekte Beleuchtung die gleiche Lightshow wie der Bildschirm vor dem Kühler.

Der G-Code pumpt reinen Sauerstoff ins Cockpit

Wem das noch nicht spektakulär genug ist, dem empfiehlt sich ein Blick auf die Schalensitze mit integriertem Bodyscanner. Der erfasst automatisch alle Vitalfunktionen und steuert automatisch die individuelle Wohlfühlzone. Und wenn die Verstellung von Klimaautomatik, Massagefunktion oder Sitzheizung nicht reichen, um Verspannung oder Ermüdung vorzubeugen, bläst die Elektronik auch noch reinen Sauerstoff in die Kabine, der bei der Wasserstoffsynthese entsteht und reinigt nebenbei die Umgebungsluft mit einer photosynthethischen Emissionswäsche. So kommt man selbst dann entspannt am Ziel an, wenn es zwischen zwei Galaxien mal wieder ein paar Lichtjahre länger dauert – oder es einfach den üblichen Stau in Tokio oder Shanghai gibt.

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Das klingt zwar ausgesprochen vielversprechend, hat aber einen kleinen Haken: Anders als bei den klassischen Forschungsfahrzeugen erhebt Mercedes bei dieser Studie gar nicht den Anspruch, konkreten Zukunftstechnologien den Weg in die Großserie ebnen zu wollen. Vielmehr soll der G-Code "Wege beschreiben, die von unseren Enkeln dereinst als Stand der Technik angesehen werden könnten," schreiben die Schwaben der Studie ins Stammbuch. Deshalb werden sich Kirk, Spock & Co. wohl noch ein bisschen gedulden müssen, bis sie mit dem G-Code in den Feierabend fahren können.

Autor: Thomas Geiger

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Concept Car

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