Neues Radioformat DAB+

Neues Radioformat DAB+

— 01.08.2011

Digitale Autoradio-Revolution?

DAB+ ist das neue digitale Radio. Es klingt besser als UKW, bringt nützliche Extras mit und soll auch im Auto Standard werden. Doch vorher gibt es noch ein paar Hürden.

Die Radioprogramme im neuen Digital-Standard DAB+ sind ab sofort auf Sendung: Am 1. August 2011 war Startschuss. Die neue Radio-Dimension soll nicht nur mit erheblich verbessertem, rauschfreiem Klang brillieren gegenüber dem mittlerweile ziemlich betagten UKW-Funk sind mit DAB+ ganz neue Radio-Formate möglich. Der Hörer kann zum Beispiel individell zusammengestellte Verkehrsinfos, das Bundesliga-Fußballspiel seiner Wahl und dazu passende Texte und Bilder empfangen. Für ihn interessante Nachrichten können auf das Display seines Radios einspielt oder vorgelesen werden.

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Zum Start von DAB+ bietet Kenwood den Digital-Tuner KDC-DAB41U an. Preis: 180 Euro.

BMW, Mercedes und Volkswagen bieten eigene Digitaltuner zum Empfang von DAB+ an. Die Wolfsburger liefern DAB+ zunächst aber nur als Extra für die Tiguan-Ausstattungsvarianten "Trend & Fun" und "Track & Field". Kostenpunkt: 660 bzw. 730 Euro. Im Golf werden Radios mit DAB+ erst ab Oktober 2011 erhältlich sein. BMW dagegen bietet die neue Radio-Technologie seit Oktober 2010 als Option für alle Baureihen an. So kostet der Digital-Tuner für den 1er 210 Euro, für den 5er 450 Euro. Mercedes preist DAB+ als Extra für 415 Euro an. Allerdings nur für den neuen SLK, die modellgepflegte C-Klasse und den neuen ML. Eine Nachrüstung älterer Modelle ist derzeit nicht möglich, heißt es aus Stuttgart.
Verkehrsinfos: Von TMC zu TPEG
Von Vorteil ist DAB+ für Autofahrer nicht zuletzt deshalb, weil es die erforderliche Datenübertragungsmenge liefern kann, um hochwertige, moderne Verkehrsdatendienste effizient zu nutzen. TPEG, der Nachfolger von TMC, kann Staumeldungen und Gefahrenwarnung präzise lokalisieren. Nicht nur auf Autobahnen, sondern auch in Innenstädten und auf Nebenstraßen. TPEG ist ausgereifter, schneller, und präziser als sein Vorgänger. Zudem funktioniert es auch bei höheren Geschwindigkeiten fehlerlos. Flächendeckende Verkehrsinfos verhindern, dass der Autofahrer beispielsweise von einem Stau auf der Autobahn in einen Stau auf der Ausweichstrecke gelotst wird.
Schon jetzt gibt es erschwingliche Zubehör-Radios, zum Beispiel von Kennwood (Modell KDC-DAB41U, rund 180 Euro). Tragbare Radios für Zuhause gibt es mit DAB+ ab 50 Euro. Außerdem gibt es eine Nachrüstlösung fürs Auto: Der FM-Transmitter "Highway" des Herstellers Pure ist im Internet für rund 105 Euro zu haben und sendet das digital Signal per UKW ans herkömmliche Autoradio weiter. Noch kann DAB+ hauptsächlich in Ballungsräumen und entlang von Autobahnstrecken empfangen werden. Die meisten Geräte der ersten Generation können deshalb sowohl DAB+ als auch UKW verarbeiten. Lücken im DAB-Netz kann der Nutzer unkompliziert mit einem UKW-Knopf überbrücken.

Die Geschichte des Autoradios

Das digitale Radio an sich ist allerdings keine Weltneuheit: Als Vorgänger von DAB+ startete bereits 1995 das simpler gestrickte DAB. Die Empfänger waren allerdings teuer, das Format nicht sehr weit verbreitet und längst nicht so gut vermarktet wie der UKW-Hörfunk. Bleibt abzuwarten, wie DAB+ sich schlagen wird. Sollten die versprochenen Features nicht von Anfang an Bestandteil des neuen Radios sein, könnten viele Autofahrer am gewohnten UKW hängenbleiben. Alle zufriedenen UKW-Hörer seien an dieser Stelle beruhigt: Einen Abschalt-Termin für das analoge Radio gibt es bislang nicht.

Autor: Lukas Hambrecht

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Autoradio

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