Neuer Opel Corsa E: Fahrbericht mit dem 1.0 EcoTec

Opel Corsa E: Fahrbericht mit dem 1.0 EcoTec

— 15.10.2014

Erste Fahrt im neuen Opel Corsa

Opel will mit dem Corsa frischen Wind ins Klenwagensegment tragen. Erster Fahrbericht mit dem neuen Dreizylinder-Turbo-Benziner mit 115 PS.

Kurz vor dem Marktstart waren wir mit dem neuen Opel Corsa unterwegs. Die fünfte Generation erscheint ab November 2014 zunächst in kleinen Dosen und dann ab Ende Januar in voller Breite zu Preisen ab 11.980 Euro für den Dreitürer und 12.730 Euro als Viertürer.
Mit mehr als 200 PS: So kommt der Corsa OPC

Trotz der alten Plattform ist vieles neu am Corsa E

Video: Opel Corsa (2014)

Corsa im Adam-Kostüm

Die Abmessungen des neuen Corsa sind mit 4,02 Metern Länge und 2,51 Metern Radstand nahezu identisch mit dem Vorgänger. Das liegt daran, dass die Plattform die gleiche geblieben ist. Entsprechend unverändert sind deshalb auch die Platzverhältnisse: Man sitzt vorne gut und hinten ordentlich. Und der Kofferraum schluckt je nach Sitzkonfiguration zwischen 285 und 1090 Liter Gepäck. Nur weil die Bodengruppe bewährt ist, ist der neue Corsa aber noch lange kein altes Auto. Die Hard- und Software haben die Hessen nämlich gründlich überarbeitet oder gleich ganz erneuert. Das Fahrwerk macht deshalb einen viel erwachseneren Eindruck. Wo mittlerweile die meisten Hersteller auf verstellbare Dämpfer setzen, muss man beim Corsa-Kauf allerdings zwischen einem komfortablen oder einem sportlichen Set-Up wählen. Dann bügelt der Kleinwagen entweder auch die schlimmsten Landstraßen überraschend glatt, oder er kachelt um die Kurven, als wolle das Serienmodell die fest eingeplante OPC-Variante überflüssig machen. Dabei hilft auch die neue Servolenkung, die in der City-Stellung zwar butterweich ist, sodass man mit dem kleinen Finger einparken kann, die aber bei der flotten Landpartie eine feste Hand verlangt und viel Rückmeldung gibt.

Überraschend hohe Laufkultur beim neuen Dreizylinder

Spurtstark, schnell und ausgesprochen drehfreudig – so macht der kleine Motor mit 115 PS bei der ersten Ausfahrt großen Eindruck.

Ganz neu ist der kleine Dreizylinder-Turbo, der vorerst an der Spitze der Motorpalette steht. Aus nur einem Liter Hubraum holt er 90 oder 115 PS und macht einen ausgesprochen munteren Eindruck: Ohne große Verzögerung dreht er ungeheuer schnell nach oben und mit bis zu 166 Newtonmeter ist der Fahrer auch mit ausreichend Drehmoment versorgt. Richtig überraschend ist die Laufkultur: Dank einer Ausgleichswelle gibt es keine lästigen Vibrationen. Und bis auf das dezente Nageln beim Anfahren haben die Hessen auch die Geräuschkulisse gut im Griff. Selten hatte ein Dreizylinder so einen sonoren Klang wie die neue Ecotec-Maschine. Spurtstark, schnell und ausgesprochen drehfreudig – so macht der kleine Motor mit 115 PS bei der ersten Ausfahrt großen Eindruck. Zumal endlich mit einem zeitgemäßen Sechsganggetriebe geschaltet wird, das mit kurzen Wegen und einer knackigen Abstufung zu einer flotten Gangart verführt. Die Quittung kann man dann auf dem Bordcomputer ablesen, der schnell Verbrauchswerte jenseits von sieben Litern anzeigt. Für sparsame Gemüter gibt es dafür aber zwei Diesel mit etwa 75 und 95 PS, die beim Prüfstandsverbrauch beide eine Drei vor dem Komma haben. Und auch bei den Benzinern hat Opel mehr Auswahl zu bieten: Neben dem Dreizylinder mit 90 oder 115 PS gibt es noch den 75 PS starken 1,2-Liter im Basismodell und einen 1,4-Liter, der mit 90 oder 100 PS angeboten wird.

Nobler Innenraum, viele Assistenzsysteme

Innen empfängt der Corsa E seine Passagiere mit reichlich Leder, Chrom und Klavierlack.

Der neue Corsa will mit mehr Noblesse punkten. Deshalb empfängt einen der Corsa E innen mit reichlich Lack und Leder: Lenkrad, Handbremse oder Schaltknauf tragen feinen Besatz mit aufwändigen Nähten. Und auf den Konsolen sieht man jede Menge Chrom und Klavierlack. Dazu gibt es den großen Touchscreen mit Navi-App und der ersten IntelliLink-Anwendung zur kinderleichten Smartphone-Integration in der Großserie. Hinter dem Spiegel prangt das "Opel-Eye", das Verkehrsschilder liest, die Fahrspur überwacht und auf den Abstand zum Vordermann achtet. Dazu kontrollieren Sensoren den Toten Winkel. Und ganz unten in der Mittelkonsole glühen die pfiffigen Klimaregler aus dem Adam. Nur die schlichten Instrumente mit den drögen Displays und die uralten Lenkstockhebel wollen da nicht so recht ins vornehme Bild passen. Und auch mit bunt bedruckten Sitzpolstern und grellen Zierstreifen im Cockpit wird der Corsa nicht so farbenfroh wie etwa der neue Skoda Fabia.

So fährt der neue Corsa

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