Parkraum-Reservierung

Parkraum-Reservierung

— 15.06.2007

Platz für den Laster

Findet der Mietlaster vor dem Haus keinen Parkplatz, macht der Umzug Stress. Der Parkraum darf zwar gesperrt werden – aber nur mit Erlaubnis vom Amt.

Umzug in Eigenregie: Da wird in die Hände gespuckt und viel Geld gespart. Aber nur, wenn auch an alles gedacht wird – zum Beispiel an den Parkplatz für den Mietlaster. Alles besetzt, und auch das Stehen in zweiter Reihe selbst kurzzeitig unmöglich? Dann fällt die Aktion ins Wasser.

Beliebter Notbehelf: Am Vorabend den nötigen Parkraum sperren, mit Flatterband und selbst gemachten Schildern. Doch Vorsicht, das ist verboten. Andere Autofahrer dürfen alles beiseiteräumen und parken. Auch die Polizei drückt kein Auge zu, denn eine Parkplatzreservierung muss behördlich genehmigt werden. Und das funktioniert so:

• Die Erlaubnis zur Einrichtung einer "Haltverbotzone" gibt es von der Straßenverkehrsbehörde, gesondert für Auszugs- wie Einzugsort.
• Mit dem amtlichen "Aufstellungsprotokoll" für die Verkehrszeichen dürfen diese dann wie vorgeschrieben aufgestellt werden.
• Sie müssen mindestens vier Tage vor dem Termin stehen. Ist der am Samstag, also spätestens am Dienstag.
• Es dürfen nur amtliche Schilder aufgestellt werden. Die können bei Unternehmen geliehen werden (siehe Branchenbuch).
• Einfacher: das Ganze von einer Firma erledigen lassen. Die besorgt die Genehmigungen, stellt die Schilder auf und baut sie wieder ab (siehe Branchenbuch).
• In vielen Städten Deutschlands bietet diesen Service etwa die Firma "Moveasy"
(moveasy). Die Kosten für diese Dienstleistung können sich je nach Stadt unterscheiden, in Berlin etwa kostet sie ab 79 Euro. Und was passiert, wenn in der Zone dennoch ein fremdes Fahrzeug parkt? Dann kann die Polizei den Wagen abschleppen lassen. Das muss sich dessen Halter laut Rechtsprechung klaglos gefallen lassen und auch die Kosten dafür übernehmen. Kann er wegen Abwesenheit nicht nach seinem Auto sehen, muss er damit jemand anderes beauftragen, der den Wagen notfalls umsetzt. Denn die befristete Haltverbotzone ist, wenn auch von privat eingerichtet, höchst amtlich.

Steuertipps


Bei privat bedingtem Umzug können als "haushaltsnahe Dienstleistung" 20 Prozent von bis zu 3000 Euro , also maximal 600 Euro, direkt von der Steuerschuld abgezogen werden. Der Betrag darf sich aber nur auf die Arbeitskosten, nicht auf Materialkosten beziehen. Zur Vorlage beim Finanzamt ist deshalb eine Rechnung des Spediteurs nötig, die die einzelnen Kostenposten aufgeschlüsselt zeigt.

Bei beruflich bedingtem Umzug können neben der Rechnung des Spediteurs auch Pauschalen als Werbungskosten geltend gemacht werden. Sie betragen 561 Euro für Ledige, 1121 Euro für Ehepaare sowie 247 Euro für jede weitere Person im Haushalt. Beruflich bedingt ist ein Umzug, wenn er vom Arbeitgeber verlangt wird oder sich die Fahrtzeit zur Arbeitsstätte um täglich mindestens eine Stunde für Hin- und Rückweg insgesamt verkürzt.

Autor: Roland Bunke

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