Poker um VW's Scania- und MAN-Anteile — 12.01.2011
Fiat meint es ernst
Zuerst klang es wie ein Scherz: Fiat-Chef Marchionne will die VW-Anteile an Scania und MAN übernehmen. Jetzt bestätigte ein Fiat-Sprecher, das Angebot sei ernst gemeint.
Unterdessen hat Fiat seinen Anteil am US-Autobauer Chrysler von 20 auf 25 Prozent erhöht. Dies gaben die beiden Konzerne am 10. Januar 2011 auf der Detroit Auto Show bekannt. In der Zusammenarbeit ändere sich dadurch aber nichts, sagte Doppel-Chef Sergio Marchionne. Fiat kontrolliert Chrysler de facto bereits seit dem Neustart nach der Insolvenz vor anderthalb Jahren. Die Anteilsaufstockung ist Teil einer Abmachung mit der US-Regierung, die Chrysler mitmilliardenschweren Hilfen vor dem Untergang bewahrt hatte. Fiat will seinen Anteil weiter auf 35 Prozent erhöhen und lotet auch eine Mehrheitsübernahme aus.
Eine Komplettübernahme Chryslers steht indes nicht zur Debatte. Chrysler soll stattdessen an die Börse zurückkehren – mit einem starken Großaktionär Fiat. Spekuliert wird, dass der Börsengang zum Jahresende 2011 über die Bühne geht. Marchionne sagte aber, erst mal müsse Chrysler einige Quartale unterm Strich Gewinn schreiben. Er sei jedoch zuversichtlich, dass der Börsengang komme. Marchionne will aus Fiat und Chrysler einen neuen, großen Autokonzern schmieden. Italienische Technik soll die amerikanischen Autos bei den Kunden wieder populär machen. Die Verkaufszahlen weisen bereits nach oben, die Verluste nehmen ab. Der Stuttgarter Daimler-Konzern war einst grandios bei Chrysler gescheitert.
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Kommentare zum Artikel (4)
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Lustig was für ein dummes Geschwätz man hier wieder lesen kann. Das VW Gesetz sichert dem Land Niedersachsen einfluss bei VW, die können so Arbeitsplätze im Land sichern und durch ihre Beteiligung kassieren sie Geld. Das Geld das die in den 70iger und 80iger Jahren evtl. reingesteckt haben hat sich für Niedersachsen ausgezahlt. Fiat Industrial ist nicht der Autohersteller Fiat der ja provitabel arbeitet. Fiat Industrial ist ein Pleitekandidat, niemals in der Lage das Geld aufzubringen. Also alles nur Geschwätz.
@Kreuz - genau der Gedanke treibt mich schon länger um. Dumm nur, dass der VW-Konzern auch noch vom Steuerzahler alimentiert wird. Bei FIAT fällt das Geld leider nicht vom Himmel. Es gibt dort schließlich kein FIAT-Gesetz. Aber ich drücke dem mutigen Mr. Marchionne trotzdem die Daumen.
Genauso könnte man die Frage stellen wo VW die ganze Kohle her hat. Nur vom Verkauf überteuerter Autos wohl kaum. Außerdem wächst VW stark durch Zukäufe von Automarken. Mit aller Gewalt strebt man das Ziel größter Automobilhersteller der Welt an. Das sieht man schon an der Idee, Alfa zu übernehmen, was gar nicht nötig wäre. Hat man schließlich noch Seat im Konzern.
Wenn da mal die Gefrässigen aus Wolfsburg nicht irgendwann Magenbeschwerden bekommen werden...
Hat Machionne denn so einen guten Draht zu Berlusconi oder wo hat der so viel Kohle her? Wenn der ganze Fiat-Konzern mal nicht aufeinmal platzt wie ne Seifenblase.
Also ich weiß jedenfalls von welchem Autokonzern ich mir lieber keine Aktien kaufen würde