Porsche Panamera Plug-in Hybrid: Test
So fährt der Hybrid-Panamera

Als erster Hersteller bringt Porsche einen Plug-in-Hybriden in der Luxusklasse. Der Panamera soll spurten wie ein Sportler und sparen wie ein Kleinwagen. Unser Test klärt, ob der Porsche das Versprechen einlöst.
- Stefan Voswinkel
Auch wenn sie es bei Porsche nicht offen zugeben, freuen sie sich diebisch. Darüber, dass sie es sind, die den ersten Plug-in-Hybriden der Luxusklasse an den Start gebracht haben. Und nicht Konzernschwester Audi – Vorsprung durch Technik hin oder her. Und tatsächlich scheint Porsche ein großer Wurf gelungen zu sein. Der Panamera S e-Hybrid soll in gerade mal 5,5 Sekunden von null auf 100 spurten, 270 km/h Spitze schaffen und trotzdem nur 3,1 Liter pro 100 Kilometer verbrauchen. Klar, das ist ein Wert, der nur in der Theorie zu schaffen ist, weil er in einem speziellen Verbrauchszyklus für Plug-in-Hybriden ermittelt wird. Deshalb ist die spannende Frage: Wie viel verbraucht der elektrifizierte Panamera denn unter realistischen Bedingungen?
Weitere Sportwagen mit Heckantrieb
Überblick: Alle News und Tests zum Porsche Panamera

Sensationswert auf der Sparrunde: Mit vollem Akku brauchte der Porsche nur 5,5 Liter auf 100 Kilometer.
Bild: Martin Meiners
Hybride und Spritparer bei AUTO BILD GREENCARS

Mit abgeschaltetem ESP lässt sich der Panamera fast wie ein Sportwagen mit dem Gaspedal lenken.
Bild: Martin Meiners
Trotz dieser sportlichen Qualitäten hat es Porsche nicht mit der Fahrwerkhärte übertrieben, der Panamera ist im Alltag straff, aber keineswegs unkomfortabel abgestimmt, ein gelungener Kompromiss. Keine Beschwerden also? Doch! Die Breite des Porsche macht ihn vor allem auf Landstraßen unübersichtlich, das flache Heck und die breiten C-Säulen schränken den Blick nach hinten unnötig ein. Ein Raumwunder war der Panamera auch noch nie. Im fein verarbeiteten Cockpit lässt es sich zwar selbst für große Fahrer bequem reisen, das flache Dach aber schränkt im Fond die Kopffreiheit stärker ein, als man es in dieser Klasse gewohnt ist.
Vergleich: Porsche 911 GT3 trifft auf 911 Turbo

Kofferraum auf Kompaktklasse-Niveau: Wegen des Akkus verpackt der Porsche nur 335 Liter.
Bild: Martin Meiners
Service-Links