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Lederpflege wie beim Sattler Lederpflege wie beim Sattler

Profi-Tipps

— 04.11.2003

Lederpflege wie beim Sattler

Leder braucht Zuwendung. Streicheleinheiten erhalten die edle Haut geschmeidig.

Leder. Für viele Autofahrer gibt es keine Alternative. Vor allem dann, wenn Kinder oder Hunde in der Familie sind. Denn Flecken, Essensreste oder gar Erbrochenes lassen sich aus Ledersitzen viel schneller und einfacher entfernen als aus Stoffsesseln. Doch wer sich für Leder entscheidet, sollte bedenken: Ja, es ist robust, kann viele Jahre schön aussehen und in Würde altern. Aber dafür braucht es regelmäßig Pflege.

Zwei- bis dreimal im Jahr etwas Kosmetik – sonst trocknet es aus, wird brüchig und unansehnlich. Stopp, jetzt aber nicht einfach wild draufloswischen. Wer richtig pflegen will, muss wissen, was er pflegt. Handelt es sich um Glattleder oder Rauleder? Letzteres wird im Auto recht selten verarbeitet. Grund: Rau- oder Wildleder ist extrem schmutzempfindlich und auch sehr schwer zu reinigen.

Erster Schritt: Das Leder abbürsten. Danach mit einem Spezialreiniger oder aufgeschäumten Haarschampoo vorsichtig den Schmutz herausreiben. Achtung: Auf keinen Fall zu viel Reiniger nehmen, der hinterlässt nur Flecken. Wasser ist für Wildledersitze ebenso ungeeignet. Glattes Leder ist da weit problemloser. Mit einem Schwamm und etwas klarem Fensterreiniger lassen sich die Verschmutzungen anlösen. Danach unbedingt mit einem Lederpflegemittel den Sitz dünn einreiben. Dabei darauf achten, dass immer großflächig gearbeitet wird, sonst gibt es auch hier Flecken.

Bei der Wahl der Pflegemittel scheiden sich die Geister. Wir haben ein Lederpflegeprodukt aus dem Reiterzubehörhandel ausprobiert und damit gute Erfahrungen gemacht (Effax Ledercombi, neun Euro/500ml). Andere raten zu Body-Lotionen, wie Nivea-Milk. Risiko: Die Milch zieht nicht ins Leder ein, klebt stattdessen an der Kleidung. Alle von uns befragten Sattler raten von der Körpercreme ab. Nach der Pflege müssen die Ledersitze auf jeden Fall gut durchtrocknen. Sonst bilden sich hässliche Ränder auf den Sitzen, die sich dann nur schwer beseitigen lassen. Und das sieht dann wenig elegant aus.

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