Q3, X1, Evoque: SUVs im Vergleich — 25.10.2011
Die edlen Baby-Boomer
Audis Q-Herde bekommt Zuwachs. Der Q3 greift BMW X1 und Range Rover Evoque in der boomenden Klasse der kleinen SUV an. Überraschungen bleiben dabei nicht aus. Ein Vergleich.
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Premium-SUVs im Vergleich
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Allerdings liefert Audi ohne Mehrpreis einen Zwischenboden. Weil er dem Testwagen fehlt, verliert der Q3 Punkte in Bedienbarkeit und Variabilität. Davon bietet der X1 mit seiner dreigeteilten, neigungsverstellbaren Rücksitzlehne am meisten, liegt bei Platzangebot und Verarbeitung auf einem ähnlichen Niveau wie der Q3. Bei der Bedienung verschafft er sich unter anderem mit der besseren Infotainment-Struktur Vorteile. Gegenüber iDrive erweisen sich das weniger intuitive MMI des Audi und auch der unpräzise, berührungssensible Monitor des Evoque als unterlegen. Ihren selbst gelegten Anspruch beim Antrieb können die Bayerischen Motoren-Werker hier nicht erfüllen. Dem Zweiliter-Diesel des X1 mangelt es noch immer an Laufkultur, dafür überbrückt die fein gestufte, weich schaltende Automatik die kleine Anfahrmüdigkeit. Bei lockerer Fahrt wählt das Getriebe passgenau aus sechs Stufen, auf flotteren Landpartien zappt der Fahrer besser mit den Schaltwippen, als dem hochtourigen S-Modus zu vertrauen.Das gilt auch für Evoque und Q3. Die Massivbauweise des Range – er wiegt 230 Kilogramm mehr als der Q3 – kostet ihn trotz mehr Leistung etwas Temperament und erhöht den Verbrauch. Doch die grummelige, durchzugswuchtige 2,2-Liter-Maschine treibt ihn in Kooperation mit der souveränen Sechsstufenautomatik gelassen an. Das passt zum entspannteren Handling – es ist so agil wie möglich, ohne die gediegenen Grundwerte eines Range Rover infrage zu stellen. Lange Federwege, das Terrain-Response-System, hohe Bodenfreiheit und knappe Überhänge bescheren ihm als Einzigem echte Offroadkompetenz. Für den X1 fährt BMW nur eine Bergabfahrhilfe auf, dem Audi fehlt vorerst selbst die.
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Kompakt-SUV im Leistungscheck
Der Range verdirbt seinen an sich guten Federungskomfort mit aufpreispflichtigen 20-Zoll-Rädern. Sie ruinieren den Abrollkomfort, ohne der Fahrdynamik zu nutzen. Zu Beginn seiner Karriere noch ziemlich bolzig, wurde der X1 von BMW subtil gepflegt (sanftere Feder-Dämpfer-Abstimmung) und federt nun am ausgewogensten. Dass er zudem der Günstigste ist, sichert ihm den Sieg. Wobei ein paar Punkte Abstand nichts daran ändern, dass auch Q3 und Evoque passende Begleiter für ein trendbewusstes Schotterleben sind.
Hintergrund: So testet AUTO BILD
| Fahrzeugdaten | Audi | BMW | Range Rover |
|---|---|---|---|
| Motor | Vierzylinder, Turbo, vorn quer | Vierzylinder, Turbo, vorn längs | Vierzylinder, Turbo, vorn quer |
| Ventile/Nockenwellen | 4 pro Zylinder/2 | 4 pro Zylinder/2 | 4 pro Zylinder/2 |
| Nockenwellenantrieb | Zahnriemen | Kette | Zahnriemen |
| Hubraum | 1968 cm³ | 1995 cm³ | 2179 cm³ |
| kW (PS) bei 1/min | 130 (177)/4200 | 130 (177)/4000 | 140 (190)/3500 |
| Nm bei 1/min | 380/1750 | 350/1750 | 420/1750 |
| Vmax | 212 km/h | 213 km/h | 195 km/h |
| Getriebe | Siebengang-S-tronic | Sechsstufenautomatik | Sechsstufenautomatik |
| Antrieb | Allradantrieb | Allradantrieb | Allradantrieb |
| Bremsen vorn/hinten | Scheiben/Scheiben | Scheiben/Scheiben | Scheiben/Scheiben |
| Testwagenbereifung | 235/55 R 17 V | 225/50 R 17 V | 245/45 R 20 V |
| Radgröße | 7 x 17" | 7,5 x 17" | 8 x 20" |
| Abgas CO2 | 156 g/km | 164 g/km | 174 g/km |
| Verbrauch* | 7,0/5,3/5,9 l | 7,7/5,4/6,2 l | 7,9/5,7/6,5 l |
| Tankinhalt | 64 l/Diesel | 61 l/Diesel | 60 l/Diesel |
| Vorbeifahrgeräusch | 71 dB (A) | 70 dB (A) | 70 dB (A) |
| Anhängelast gebr./ungebr. | 2000/750 kg | 2000/750 kg | 1800/750 kg |
| Kofferraumvolumen | 460–1365 l | 420–1350 l | 420–1445 |
| Preis (wird bewertet) | 38.225 Euro** | 37.650 Euro*** | 49.360 Euro**** |
| *innerorts/außerorts/gesamt auf 100 km;** inklusive Drive select 200 €, Dämpferregelung 980 € und Fahrerinformatiossystem für 245 €; *** inklusive Automatikgetriebe 2050 €, Performance Control 150 € und Servotronic für 250 €; **** inklusive 20-Zoll-Bereifung für 330 € und Automatikgetriebe für 2330 € | |||
| Messwerte | Audi | BMW | Range Rover |
|---|---|---|---|
| Beschleunigung | |||
| 0–50 km/h | 3,0 s | 2,6 s | 2,8 s |
| 0–100 km/h | 8,2 s | 8,5 s | 8,6 s |
| 0–130 km/h | 13,6 s | 14,3 s | 15,1 s |
| Zwischenspurt | |||
| 60–100 km/h | 4,4 s | 5,0 s | 5,0 s |
| 80–120 km/h | 5,7 s | 6,3 s | 6,8 s |
| Leergewicht/Zuladung | 1636/549 kg | 1688/457 kg | 1866/484 kg |
| Gewichtsverteilung v./h. | 60/40 % | 52/48 % | 60/40 % |
| Wendekreis links/rechts | 11,8/12,1 m | 12,0/11,9 m | 11,6/11,3 m |
| Bremsweg | |||
| aus 100 km/h kalt | 36,0 m | 37,2 m | 38,6 m |
| aus 100 km/h warm | 36,9 m | 35,8 m | 38,9 m |
| Innengeräusch | |||
| bei 50 km/h | 60 dB (A) | 58 dB (A) | 57 dB (A) |
| bei 100 km/h | 65 dB (A) | 66 dB (A) | 65 dB (A) |
| bei 130 km/h | 72 dB (A) | 71 dB (A) | 71 dB (A) |
| Testverbrauch – CO2 | 6,4 l D – 169 g/km | 6,8 l D – 180 g/km | 7,1 l D – 188 g/km |
| Reichweite | 1000 km | 900 km | 840 km |
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Kommentare zum Artikel (243)
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Der VW hat verloren; gibt's nicht! :O
Ansprechend ist es ja der Q3 auf alle Fälle 10 mal schöner als der X1 (und auch innen!). Aber der Preis ist der Witz! Da hat man wohl ohne im eigenem Haus zu schauen einfach die X1 Preisliste kopiert. Ist durchaus möglich das man in die gleiche Preisregion kommt wie der Q5 bei ähnlicher Ausstattung kommt. Was hat man sich da gedacht bei Audi? Problem stellt sicher die Stronic dar, da der Q3 nicht ohne bestellt werden kann. Also wenn man mehr Wert auf Komfort und weniger auf die 7 PS mehr legt ist man mit dem 2,0 TDI Q5 besser bedient! Schade - gute Chance verspielt.
Es ist doch immer wieder bemerkenswert zu sehen wieviele Leute hier meinen sich ein Urteil über bestimmte Autos erlauben zu können ohne diese jemals gefahren zu haben.
Ich hatte bereits das Vergnügen den Q3 in der 2.0 TDI 177 PS quattro S tronic version mal probe zu fahren und muss sagen, dass er mir sehr gut gefälllt..präzise Lenkung..gute Beschleunigung und das Interieur ist doch wohl mehr als ansprechend.
Ein SUV ist eben kein Geländewagen. Diese SUV werden fast nur auf Asphalt gefahren und im Winter auf Schnee, da können X1 und Q3 locker mit dem Evoque mithalten. Lieber habe ich im Gelände einen kleinen Nachteil zum Evoque, denn dort ist man kaum unterwegs, als dass ich auf der Straße, wo diese Autos zu 99 % gefahren werden, Nachteile habe. Der Evoque ist ja kein Arbeitstier wie ein Defender.
Wenn hier ein SUV ein Blender ist, dann ist es der BMW X1, der ein auf geländegängig macht, im Gelände aber versagt - nichts als ein hochgebockter Kombi ist, der in der City mit ach und Krach einen Bürgersteig erklettern kann ;-)
Der Range Rover ist dagegen auch im Gelände zu Hause, was man von so einer Fahrzeuggattung auch erwartet.