Range Rover Sport SVR im Test

Range Rover Sport SVR: Test

— 12.06.2015

Der schnellste Range, den es je gab

550 PS im Edel-SUV? Das ist Luxus für die linke Spur. Noch nie war ein Range Rover so krawallig wie der SVR. Wir haben den Briten getestet.

Rule, Britannia! Also: Herrsche, Britannien. Klare Ansage, die der Range Rover Sport SVR wörtlich nimmt. Nur beherrscht er anders als in der inoffiziellen Nationalhymne der Briten nicht die Wellen, sondern die Straßen.
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Unter der Haube wütet ein brutaler Dampfmacher

Video: Range Rover SVR

Power-SUV mit 550 PS!

Bei der Durchsetzung dieses Anspruches hilft der überarbeitete Fünfliter-V8 mit Kompressor. Seine Machtinstrumente: 550 PS, 680 Nm Drehmoment und höllischer Rennstreckensound. Der schlaue Allradantrieb und die optionalen 22-Zoll-Räder mit 295/40er-Gummiauflage (3000 Euro) verwandeln die Power annähernd verlustfrei in Wums – und setzen die Schwerkraft scheinbar außer Kraft. Schnipp oder 4,7 Sekunden: Schon walzt das 2,4-Tonnen-Trumm mit 100 km/h durchs Land. Schnapp beziehungsweise 16,3 Sekunden: Auf der edlen Kommandobrücke liegt Tempo 200 an. Schnipp-schnapp: Mit heiserem Hecheln stürmt der SVR weiter, die Luft geht dem brutalen Briten erst bei 260 km/h aus. Und quietsch: Aus Tempo 100 steht der britische Brocken schon nach 35,9 Metern.

Das hohe Fahrzeuggewicht ist nicht wahrnehmbar

Kaum zu glauben: Der Range Rover fährt so leichtfüßig, dass er eigentlich keine 2,3 Tonnen wiegen kann.

Neben den reinen Zahlen begeistert beim sportlichsten Range aber vor allem das "Wie". Als sei der SVR plötzlich ein leichtfüßiger Sportwagen, lenkt er präzise ein, schrubbt scharf an der Ideallinie längs und fetzt mit Inbrunst der nächsten Kurve entgegen. Insbesondere die schier unerschöpflichen Kraftreserven, die den dicken Engländer wie ein Matchboxauto vorwärtsschnippen, verwandeln Ausfahrten ruck zuck zu exzessiven Adrenalin-Partys. Wären da nicht 14,5 Liter Testverbrauch und Super-plus-Preise um 1,50 Euro – der Über-Range würde nie auskühlen. Und an den Zeiten des bislang schnellsten aller Land Rover dürften auch Mercedes ML 63 AMG, BMW X5 M und Porsche Cayenne Turbo S zu knabbern haben.

Ach ja. Natürlich geht es auch im Power-Range standesgemäß vornehm zu, mangelt es an nichts. Leder (vom Feinsten), Luftfederung (erstaunlich sanft) und Stauassistent (herrlich entspannend) gehören beim SVR dazu. Ganz ohne Aufpreis. Womit dann 126.400 Euro fällig wären. Herrschaftsanspruch inklusive.

Technische Daten Range Rover Sport Supercharged SVR:
Motor: V8, Kompressor, vorn längs • Hubraum: 5000 cm³ • Leistung: 405 kW (550 PS) bei 6000/min • max. Drehmoment: 680 Nm bei 3500/min • Vmax: 260 km/h • Antrieb: Allrad/Achtstufenautomatik • Tankinhalt: 105 l • L/B/H: 4881/2019–2220*/1780 mm • Kofferraum: 489–1761 l • Leergewicht: 2387 kg • 0–100 km/h: 4,7 s • 0–200 km/h: 16,3 s • Bremsweg kalt/warm: 35,6 m/36,2 m • Wendekreis: 12,6 m • Testverbrauch: 14,5 l Super plus/100 km • Preis: ab 126.400 Euro.
*Breite mit Außenspiegeln
 
 
Gerald Czajka

Gerald Czajka

Fazit

Die englische Autoindustrie lebt! Wer einem wahrhaft stattlichen SUV derart Beine macht und dabei auch den Komfort nicht opfert, der versteht sein Handwerk. Das Ding geht wie die Seuche – und macht definitiv abhängig. Great!

Stichworte:

SUV

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