Ratgeber Mietwagen im Urlaub — 04.08.2009

Kostenfalle Mietwagen

Wer im Ausland ein Auto anmietet, sollte vorher vergleichen – und das Kleingedruckte lesen. Die Versicherungen treiben den Preis hoch, es gibt enorme Preisunterschiede – bei gleicher Wagenklasse und gleichen Leistungen.

Mit dem Flieger in den Urlaub, und die Region hinter dem Traumstrand wird mit dem Mietwagen erkundet. Eine sinnvolle Kombination aus Fly and Drive, die viele bereits nutzen. Aber aufgepasst: Es gibt enorme Preisunterschiede – bei gleicher Wagenklasse und gleichen Leistungen. Wer nicht vergleicht, zahlt etwa für einen Kleinwagen à la Renault Clio auf Mallorca 628 Euro pro Woche – oder eben nur 349 Euro. Ersparnis: 279 Euro, satte 44 Prozent (Beispiele finden Sie oben in der Bildergalerie). Transparent machen diese Differenzen Vergleichs- und Buchungsplattformen für Urlaubsmietwagen im Internet, etwa billigermietwagen.de oder check24.de. Diese Websites verzeichnen alle verfügbaren Offerten diverser Vermieter mit Preis- und Leistungsübersicht für den Urlaubsort und den Wunschzeitraum, die gebucht werden können. Was nicht bedeuten muss, dass vor Ort lokale Vermieter den Preis nicht noch unterbieten können. Das aber oft nur auf den ersten Blick, denn ratsame Versicherungen können den Basispreis in die Höhe treiben.

Folgendes muss grundsätzlich beachtet werden

Einen Renault Clio oder Ähnliches gibt es auf Mallorca ab 349 Euro die Woche.

• Vertragsbedingungen durchlesen, bei Unklarheiten nachfragen. Darauf achten, dass extra bezahlte Versicherungen im Vertrag auch tatsächlich angekreuzt sind. Das wird von Vermietern schon mal gern "vergessen", um das Geld dafür schwarz zu kassieren. Vertragsdurchschlag verlangen und aufbewahren.
• Nur Wagen in einwandfreiem Zustand anmieten. Dabei besonders auf Reifen, Beleuchtung und Gurte achten. Beschädigungen, etwa Dellen im Blech oder Brandlöcher in den Polstern, in das Übergabeprotokoll aufnehmen lassen, damit man für diese später nicht haftbar gemacht werden kann.
• Eine Vollkaskoversicherung abschließen, möglichst ohne Selbstbehalt, und die Bedingungen beachten. Schäden an Reifen, Glas, Unterboden und Innenraum sind meist ausgeschlossen. Das Gleiche gilt für den Diebstahl von Gepäck oder anderem persönlichem Eigentum aus dem Wagen.

Versicherungen treiben den Preis hoch

• Defensiv fahren, Promillegrenzen und Verkehrsregeln genau beachten. Andernfalls droht bei einem Unfall der Vorwurf der groben Fahrlässigkeit, und die Versicherung zahlt nicht. Keine Anhalter mitnehmen.
• Den Wagen vor der Abgabe selbst wieder volltanken. Die Option, den Wagen mit leerem Tank abgeben zu können, kommt unverhältnismäßig teuer, manche Gesellschaften kassieren den doppelten Kraftstoffpreis.
• Bei der Abgabe möglichst eine schriftliche Bestätigung über den ordnungsgemäßen Zustand des Mietwagens verlangen. Tipp: Den Wagen zum Beleg rundum fotografieren.

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Carsten
02.06.2010, 22:23Uhr

Bei den oben genannten Preisvergleichsportalen sollte man aber auch zweimal hinschauen. Die billigsten werden oben gelistet. Und billig sind sie, weil nicht viel an Leistung dabei. Für alles muss man Aufpreis zahlen, wie Zusatzfahrer, Vollkasko, etc. Und wenn man Pech hat, muss man bei den Billigheimern auch noch die erste Tankfüllung zu völlig überhöhten Preisen zahlen. Bei den renommierten Anbietern findet man dies nicht. Das ist der Preis zwar auf dem ersten Blick teurer, aber z.B. auf www.tuicars.com stimmt einfach die Qualität. Also genau hinschauen und nachrechnen.

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