Stau: Was läuft, wenn nichts mehr geht

Rettungsgasse bilden: Richtiges Verhalten im Stau

— 02.11.2016

Neue Regel für die Rettungsgasse

Im Stau müssen alle Autofahrer eine Rettungsgasse bilden. Eine neue Regel soll das auf vielspurigen Straßen künftig erleichtern. Mit neuem Video!

Goldene Rettungsgassen-Regel: Die Autos auf der linken Spur fahren nach links, alle anderen nach rechts.

(dpa/kbe) Schon bei stockendem Verkehr auf der Autobahn sollten alle Autofahrer künftig eine Rettungsgasse bilden. Die Regel dafür war bislang nicht klar formuliert. Nun sollen die Fahrer auf der linken Spur ihre Wagen nach links lenken, die auf den übrigen Spuren nach rechts. Ausnahme: Auf vierspurigen Strecken sollte die Gasse – zumindest in Deutschland – in der Mitte gebildet werden. Das betrifft laut ADAC allerdings nur rund 100 von insgesamt fast 13.000 Autobahnkilometern. Ab Herbst 2016 soll nun auch dort die Gasse zwischen der linken und den übrigen rechten Spuren gebildet werden. "Die Polizei hält dazu an, sich bereits an die neue Regelung zu halten", so ein ADAC-Sprecher. Der Standstreifen sollte unter allen Umständen freigehalten werden, er ist für Pannen-Fahrzeuge reserviert. Das Hamburger Miniatur-Wunderland will mit einem neuen Video zeigen, wie wichtig das Bilden einer Rettungsgasse ist:
Wie es richtig geht, zeigt das folgende Einsatzvideo der Freiwilligen Feuerwehr Königsbrunn (Bayern) aus dem April 2016, die bei einem Verkehrsunfall auf der B17 eine fast perfekte Rettungsgasse vorfand:
 
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Unfallgefahr am Stauende

Sobald das Stauende in Sicht kommt, sollte per Warnblinker der nachfolgenden Verkehr gewarnt werden.

Bei Staus gibt es immer wieder tödliche Auffahrunfälle mit Lkw. Erster Impuls vieler Autofahrer, um nicht von einem Brummi-Fahrer übersehen zu werden: Von der rechten auf die linke Spur wechseln. Das ist allerdings keine gute Idee, so eine ADAC-Sprecherin: "Das kann schnell zu gefährlichen Manövern führen." Wenn das Navi, automatische Schilder oder das Radio vor Staus warnen, sollten Autofahrer das sehr ernst nehmen und hinter jeder Kurve mit dem Stauende rechnen. Das heißt: Tempo anpassen, auf den Sicherheitsabstand achten – und wenn das Stauende in Sicht ist, den Warnblinker einschalten und möglichst sanft abbremsen. Wer auf einen Stau zufährt, sollte immer genug Platz zum Vordermann lassen. "Dann kann man im Notfall noch reagieren und auf den Standstreifen ausweichen, falls das nachfolgende Fahrzeug nicht bremst", so der ADAC-Sprecher. Deshalb sollten Autofahrer dabei stets den Rückspiegel im Blick behalten.

Stau-Assistenten im Vergleich

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FAQ: Alles zum Thema Stau

Zehn bis 20 Prozent der Staus entstehen durch Autofahrer, die sich falsch verhalten.

Jeder Autofahrer kann dazu beitragen, dass es erst gar nicht zum Stau kommt – oder dass er sich zumindest schnell wieder auflöst. AUTO BILD klärt die wichtigsten Fragen zum Therma Stau! • Stauursachen: Zu viel Verkehr ist der Grund für rund zwei Drittel aller Staus auf Autobahnen. Hinzu kommen Baustellen und Unfälle. Verkehrsforscher gehen davon aus, dass zehn bis 20 Prozent aller Staus durch menschliches Fehlverhalten entstehen. Typisches Beispiel: Jemand weiß an einem Autobahnkreuz nicht so recht, wo er hin muss, verlangsamt die Fahrt schlagartig, nachfolgende Autos bremsen stark ab – und der Verkehr gerät ins Stocken. • Stop-and-go: Solange der Verkehr noch langsam rollt, schwimmt man am besten mit etwa zwei Wagenlängen Abstand locker mit – also nicht abrupt Gas geben oder bremsen. Außerdem sollte man möglichst nicht anhalten oder die Spur wechseln. Beides zwingt wieder andere Autofahrer zu bremsen und verschlimmert den Stau nur. • Reißverschlussverfahren: Endet eine Fahrspur, fädeln sich die Autofahrer per Reißverschlussverfahren in den Verkehr ein. An der Stelle, an der die Spur zu Ende ist, sollte jeder auf der weiterführenden Spur ein Auto vor sich einfädeln lassen. Das funktioniert allerdings nur, wenn Autofahrer, die sich einfädeln wollen, bis zum Ende ihrer Spur fahren. • Stillstand auch für Motorradfahrer: Motorradfahrer können zwar problemlos zwischen stehenden Autos langsam weiterfahren, dürfen das aber nicht. Das Durchfahren gilt als unerlaubtes Rechtsüberholen – es droht ein Bußgeld und ein Punkt in Flensburg. • Stauumfahrung: Ab einer prognostizierten Staulänge von zwei bis drei Kilometern kann sich der Umweg über eine Umleitungsstrecke neben der Autobahn zeitlich rechnen. Auf die Idee, um Staus einen Bogen zu machen, kommen aber natürlich auch andere Fahrer – oder deren Navigationsgeräte. • Stauanfang: Sobald der Stauanfang erreicht und die Bahn wieder frei ist, sollten Autofahrer zügig losfahren. Wenn ein Unfall die Stauursache war, sollte man auf Gaffer vorbereitet sein: Die machen plötzlich unberechenbare Fahrmanöver, um möglichst viel mitzubekommen.

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Stau Unfall Verkehr

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