Roding Roadster 23: Vorstellung
Pfälzer Brenner

Ein Ort, ein Name, ein Sportwagen: Der Roding Roadster 23 ist nach seinem Entstehungsort benannt. In der verschlafenen Oberpfalz bauen Enthusiasten den Leichtbau-Flitzer in einer Kleinserie.
- Stephan Bähnisch
Roding, nie gehört? Zugegeben, wir auch nicht. Aber dort, in der oberpfälzischen Provinz, sagen sich nicht nur Fuchs und Hase sprichwörtlich gute Nacht. Hier entsteht ein neuer Sportwagen in sehr eigenem Design. Der Name erklärt sich praktisch von selbst: Roding nach dem Ort der Produktion, Roadster wegen der herausnehmbaren Dachschalen und 23, weil es von der ersten Charge nur 23 Exemplare geben wird. Aber die haben es in sich, wenn Ende 2011 die fertigen Roding Roadster aus den Hallen rollen. Die Fahrgastzelle ist aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) gefertigt, Vorder- und Hinterwagen werden in einer Aluminium-CFK Hybridstruktur realisiert. Alle Verkleidungsteile werden in Sandwichbauweise angefertigt und bestehen aus glasfaserverstärktem Kunststoff, optional auch aus CFK – das erklärt das geringe Gewicht von maximal 920 Kilo.
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Bild: Werk
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Über das Design des Roding kann man trefflich streiten: Der Mix aus zahllosen Kanten gegenüber kräftigen Rundungen ist Geschmacksache, auch die riesigen Kühlerschlünde vorn und die Lufteinlässe vor den Hinterrädern wirken eher martialisch als elegant. Doch der Mittelmotor braucht Kühlung, hier folgt das Design der Funktion. Das Dach wirkt ein wenig wie eine aufgesetzte Kuppel. So ist die Heckansicht am ehesten die Schokoladenseite des Roadsters, der sogar ein paar praktische Seiten hat. In den Kofferraum in der Fahrzeugfront mit Staufach für die Dachschalen und einer Durchlademöglichkeit für lange Gegenstände wie z.B. Skier gehen ansonsten 220 Liter. Wer möchte, kann sich Annehmlichkeiten wie elektrische Fensterheber oder eine Klimaanlage einbauen lassen, alles eine Frage der persönlichen Konfiguration. Denn jeder Roding ist ein von Hand verschraubtes Unikat. Der Grundpreis für die Pfälzische Flunder steht auch schon fest: 155.000 Euro kostet das Geschoss mit der ständigen Option zum Offenfahren. Laut Roding sind Rennstrecken-Rundenzeiten auf dem Level eines Mercedes SLS oder Porsche 911 Turbo angepeilt. Doch diese Konkurrenten sind lange nicht so exklusiv wie der Exot aus der Oberpfalz.
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