Uni Aachen baut E-Lieferwagen

RWTH Aachen konstruiert Elektro-Lieferwagen

— 30.05.2014

E-Lieferwagen der Zukunft

Die Uni Aachen und zehn europäische Firmen, darunter VW und Fiat, haben zusammen einen innovativen Elektrolieferwagen gebaut. Jetzt wird der Prototyp vorgestellt.

Aerodynamisch optimiert und elektrisch angetrieben: So sieht der Kleinlieferwagen der Zukunft aus.

Auf der Mobilitäts-Fachmesse FISITA 2014 (2. bis 6. Juni 2014) in Maastricht wird der Prototyp-Lieferwagen des "DELIVER"-Projekts vorgestellt. DELIVER steht für "Design of Electric Light Vans for Environment-impact Reduction", zu deutsch: Gestaltung von leichten elektrischen Lieferwagen zur Reduzierung von Einfluss auf die Umwelt. Betrachter können sich schnell an den legendären VW Typ 147, genannt "Fridolin", erinnert fühlen. Im Gegensatz zu seinem Uralt-Vorgänger hat der Elektro-Transporter allerdings eine Menge Vorteile. Zum Beispiel blockiert kein Heckmotor das Ausladen durch die hinteren Laderaumtüren. Der Fahrer kann dank eines drehbaren Sitzes bequem auf beiden Seiten aussteigen, währenddessen direkt den Türgriff der hinteren Tür greifen und sie damit öffnen. Der Prototyp hat allerdings, im Gegensatz zum historischen Vorbild, keine Schiebetüren. Stattdessen öffnen die hinteren Türen wie im BMW i3 gegenläufig. Kurze Überhänge und eine große Windschutzscheibe erleichtern Parkmanöver, der Akku soll bei halber Beladung für mindestens 120 Kilometer reichen. Bis zu 700 Kilogramm Zuladung schluckt der Transporter, 100 km/h beträgt die Höchstgeschwindigkeit.

Fünf Kleinlieferwagen im Klassik-Test

Citroën AK 400 Fiat 500 K Furgoncino Mini Van

Der zentral sitzende Fahrer hat ein übersichtliches Cockpit vor sich.

Das Projekt wird vom Institut für Kraftfahrzeuge an der RWTH Aachen koordiniert, weitere Kooperationspartner sind das italienische "Centro Ricerche Fiat", die Volkswagen Konzernforschung, der Reifenhersteller Michelin, das Polis Network aus Belgien, das Technical Research Institute of Sweden, Liberty Electric Cars und HPL (Prototypen-Bau) aus Großbritannien sowie die türkischen Firmen CADEM (Gestaltung/Konstruktion am Computer) und Mobit (Display und Elektronik). Seit November 2011 arbeiten die Studenten und Mitarbeiter an dem Konzept. Die eingesetzten Radnabenmotoren von Michelin sorgen dafür, dass die Ladefläche topfeben ist, weil kein Motor und kein Antriebsstrang darunter Platz finden müssen. Die im Boden untergebrachten Batterien sorgen für einen tiefen Schwerpunkt und demzufolge gute Fahreigenschaften. Zum Einsatz kommen 80 prismatische Li-NMC-Zellen, die eine höhere Reichweite und bessere Energieeffizienz als die derzeit weit verbreiteten Li-Ionen-Akkus haben.

Autor: Jonathan Blum

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