Saab 9-5

Saab: Bieter-Countdown abgelaufen

— 11.04.2012

Saab hoch verschuldet

Der Bieter-Countdown für die schwedische Kultmarke Saab ist abgelaufen. Wer die Interessenten sind und ob ihr Angebot die Schulden deckt, ist unklar. Die ausstehenden Zahlungen betragen jetzt offiziell 1,5 Milliarden.

(dapd/rh) Der bankrotte schwedische Autobauer Saab ist mit rund 1,5 Milliarden Euro verschuldet. Die Verwalter des Unternehmens veröffentlichten jetzt eine Vermögensaufstellung, der zufolge den Schulden in Höhe von 13 Milliarden Kronen (1,5 Milliarden Euro) Vermögenswerte von 3,6 Milliarden Kronen (406 Millionen Euro) gegenüberstehen. Saab schuldet demnach dem schwedischen Staat 2,2 Milliarden Kronen und dem früheren Mutterkonzern General Motors (GM) 606 Millionen Kronen. Weitere 513 Millionen Kronen stehen bei den Saab-Mitarbeitern aus. Saab schuldet GM außerdem noch 2,2 Milliarden Kronen für Vorzugsaktien. Diese Summe würde jedoch nur fällig, wenn bei dem Bankrott ein Überschuss anfällt.

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Zudem ist für Bieter auf den Konzern die Frist am Dienstag (10. April 2012) abgelaufen. In einem Interview mit dem schwedischen Nachrichtenmagazin ttela.se sagte Insolvensverwalter Hans Bergqvist: "Die Interessenten, die uns während des Prozesses gefolgt sind, sind noch hier, ohne zu sagen, wer es ist oder wie viele es sind." Allerdings stehen die Chancen nicht besonders gut, die mit 1,5 Milliarden Euro verschuldete Schwedenmarke mit einem der aktuellen Angebote zu retten. Die Spekulationen über die Bieter hält schon lange an. Das chinesische Unternehmen Youngman gibt als Einziger offiziell zu, Bieter zu sein, doch werden ihnen wenig Chancen zugerechnet. Demnach wäre undenkbar, dass GM seine Meinung ändert und die Technik an Youngman abtritt. Stattdessen sehen Saab-Experten Mahindra (Indien) als wahrscheinlichsten Nachfolger von GM.

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Nachdem die schwedische Schuldenverwaltung einen 2,2 Milliarden Kronen schweren Kredit von Saab ausgelöst hatte, gingen die Saab Parts AB und die Saab Tools AB als Sicherheit an den schwedischen Staat. Immerhin konnte das Saab-Museum in Trollhättan von einer Käufergemeinschaft – bestehend aus der Stadt Trollhättan, der Saab AB (unabhängig von der insolventen Saab Automobile AB) und dem Marcus and Amalia Wallenberg Memorial Fund – gerettet werden. Der Kaufpreis betrug umgerechnet rund 3,2 Millionen Euro. Am 24. März 2012 wurde die Wiedereröffnung des Museums in Trollhättan gefeiert.

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