Schriebers Stromkasten 182: Fahrbericht Renault Zoe

— 21.09.2012

Erste Probefahrt im Renault Zoe

Exklusives Rendevous mit einem reizvollen Elektroauto: AUTO BILD durfte den seriennahen Renault Zoe fahren. Der Franzose könnte ein Meilenstein der Elektromobilität werden.

Der erste offizielle Fahrtermin für den Renault Zoe wird nicht vor November 2012 sein. Bis dahin darf niemand das mit Spannung erwartete Elektroauto fahren. Ich hab's trotzdem gemacht. Unverhofft ließen mich Renault-Mitarbeiter eine Runde auf dem Parkplatz des Allianz Zentrums für Technik in München drehen. Auf öffentliche Straßen darf diese seriennahe Version zwar noch nicht, aber für einen ersten Eindruck reichte es.

Bilder: Sitzprobe Renault Zoe

Auf einen Blick: Alle News und Tests zum Renault Zoe

Von außen ist der Zoe ja von den Messeauftritten bekannt: das neue, freundliche Renault-Gesicht, kleine Tagfahrlichter in Bumerang-Form, rote LED-Leuchtbänder über den Hecklampen, die auch in der Serie kommen sollen. Ich finde den Zoe besonders in Weiß sehr chic. So ungefähr könnte auch ein iCar von Apple aussehen. Innen gilt das leider nicht ganz. Vom Integralsitz aus schaue ich zunächst auf graues Plastik. Der große Infotainmentbereich mit dem Bildschirm in der Cockpitmitte ist in Schwarz gefasst – angeblich soll das einfach getauscht werden können, falls dem Kunden eine andere Farbe besser gefällt.

Mehr Infos: Hier geht es zu den Greencars

Video: Crashtest Renault Zoe

Elektroschrott

Der Startknopf wird gedrückt, bis ein leises Computer-Hochfahrgeräusch ertönt (wie wir es aus dem Nissan Leaf kennen) und im Display "Ready" erscheint. Den etwas lang geratenen Schalthebel auf D, und los geht die elektrische Fahrt. Der 65-kW-Motor und das sofort verfügbare Drehmoment von 220 Nm sorgen für die für Elektrogefährte typische Spurtstärke und sind für das Auto in Polo-Größe völlig ausreichend. Die schmalen Instrumente sind alle digital, sogar ein Bild vom Zoe selbst erscheint. Über Lenkung, Fahrwerk oder Bremsen lässt sich nach der kurzen Fahrt noch nicht allzu viel sagen, außer, dass nichts davon besonders auffiel.

Lesen Sie auch: Sitzprobe Renault Zoe in Genf 2012

Der Zoe wird eines der interessantesten Autos des Jahrganges 2013. Vor allem wegen der Preise des E-Autos, die bei 20.600 Euro beginnen; hinzu kommt eine Akku-Miete ab 79 Euro im Monat. Dafür gibt es Lithium-Ionen-Akkus (22 kWh), die durch optimierte Energierückgewinnung Reichweiten von 210 Kilometern ermöglichen sollen. Da allerdings bin ich doch skeptisch.

Autor: Hauke Schrieber

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