Schriebers Stromkasten, Teil 202

— 15.02.2013

Amis fahren auf Stromer ab

Richtiges Stromer-Fieber ist es noch nicht, aber: Immer mehr Amerikaner kaufen sich ein E-Auto oder einen Hybriden. In Deutschland dagegen stockt es weiter – auch bei Audi.

Im Mutterland der Pick-ups und V8-Spritschlucker greifen immer mehr Käufer zum Auto mit Stecker: Allein im Dezember wurden laut der Elektroauto-Organisation EDTA in den USA 2704 batterieelektrische Autos und 4965 Plug-in-Hybride zugelassen. Übers Jahr 2012 kamen insgesamt 52 835 Autos mit Ladestecker neu auf die Straßen – Tendenz monatlich steigend.

Zu den Greencars: Alles zu E-Autos und Hybriden

Die Amis werden von den Herstellern als Prioritätenmarkt gepflegt: Wenn es ein neues Elektroauto gibt, ist es in den USA garantiert zu haben. Patriotisch gesinnte Käufer werden ebenfalls bedient. Bei Tesla in Kalifornien laufen inzwischen 400 Luxuslimousinen vom Typ Model S pro Woche vom Band. In Deutschland herrscht im Vergleich dazu immer noch tote Hose: Nur 2969 Elektroautos wurden 2012 zugelassen. Die relativ niedrigen Verkaufszahlen lassen sich auch nicht mit dem kleineren Gesamtmarkt erklären. Vielleicht sind US-Amerikaner einfach begeisterungsfähiger und risikobereiter.

Fahrbericht Tesla Model S

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Audi hat nach dem R8 e-tron auch den geplanten Nachfolger des A2 gestoppt. Damit wird es vorerst kein batterieelektrisches Auto aus Ingolstadt geben. Um den Nimbus des "Vorsprungs durch Technik" nicht komplett zu verspielen, hält man immerhin am A3 Plug-in-Hybrid fest. Man werde aber reagieren, wenn sich ein bedeutender Markt für Elektroautos entwickle, heißt es von Audi. Die Innovationskrone dürfte sich bis dahin längst BMW gesichert haben: Der i3 muss jetzt die Kundschaft allein bedienen, die sonst vielleicht noch auf den Audi A2 e-tron gewartet hätte.

Audi R8 e-tron: Elektro-Renner auf Eis

Autor:

Hauke Schrieber

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Kommentare zum Artikel (2)

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Krank
21.03.2013, 21:20Uhr

Ich hatte auch daran gedacht mir einen Stromer zu kaufen um zu sparen.... aber das geht in Deutschland/Europa gar nicht. Entweder das Auto ist viel zu teuer oder man muss eine monatliche Akkumiete zahlen. Was soll der scheiß eigentlich? Wenn ich einen Stromer mit einem Erdgasauto vergleiche, zum Beispiel Renault Tweezy und VW UP: Beim Gas-UP kosten 1000km rund 35 - 40 Euro an Gas, Beim Tweezy habe ich 50 Euro Akkumiete... bin noch keine KM gefahren und habe schon 10 mehr an kosten! Warum sollte ich dann ein E-Auto kaufen?

Scott_Tracy
18.02.2013, 16:10Uhr

Nun ja:
1. die Amerikaner leasen meistens Ihr Auto für 3 Jahre, daher weniger Risiko (vergleiche Raten für einen US-Volt pro Monat zum D-Ampera*lol)
2. haben eine Geschwindigkeitsbegrenzung
3. Fahren in urbanen Gebieten sehr viel in Stop and Go
4. Pendeln sehr viel mit ihren Autos, daher stellt sich die Reichweitenfrage selten
5. viele Bundesstaaten förden die Anschaffung von E-Autos mit mehreren tausend Dollar
6. Dieselmotoren in PKWs spielen eine untergeordnete Rolle, da Diesel in USA im Vergleich zu Deutschland teuer ist als Benzin.
Bin selber Ampera gefahren, wenn diese Autos günstiger werden macht es auch in Europa für viele Leute sehr viel Sinn, gerade bei unserer ungleichmäßigen Ökostromproduktion wären mehr E-Autos als zusätzliche Speicherquellen von großem Nutzen.

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