Wenn sich Ihnen beim Thema Dieselmotor der Magen umdreht, eine Warnung: In den Brennräumen des Skoda Octavia RS 2.0 TDI geht ausschließlich Diesel in Flammen auf. Wer das mit diesem Verbrennungsprinzip erzeugte Drehmoment indes zu schätzen weiß, liegt hier richtig: Wir lassen den Milotec Octavia Combi RS 2.0 TDI gegen die entsprechende Variante von Rieger antreten. Beide Autos wurden von ihrem jeweiligen Tuner fein aufgewertet – und das zu bezahlbaren Preisen.
Rieger Octavia Kombi RS 2.0 TDI
Augenschmaus für Freunde des Auffälligen: Der Rieger-Octavia setzt sich mit goldenen Rädern in Szene.
Bild: Lena Willgalis
Rieger Octavia Combi RS 2.0 TDI Optisch traut sich der 1987 im niederbayerischen Eggenfelden gegründete Tuner Rieger was: Sein Octavia fährt in knalligem Rot vor und protzt mit mattgoldenen Rädern. Die Familie, die hier einsteigt, darf schon etwas extrovertierter drauf sein. Front- und Heckstoßfänger sowie die Seitenschweller tauschte Rieger gegen eigene, fetter dimensionierte Bauteile aus. Die Außenspiegelkappen belässt Rieger dagegen im Serienzustand.
Milotec Octavia Kombi RS 2.0 TDI DSG
Kühlergrill, Räder, Außenspiegelkappen: Der rote Streifen zieht sich durch das gesamte Milotec-Design.
Bild: Lena Willgalis
Milotec Octavia Combi RS 2.0 TDI Im Gegensatz zu Milotec: Der Tuner aus der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden ersetzt den Werks-kunststoff durch edle Echtcarbon-Kappen. Dieses schicke Accessoire schlägt allerdings mit 500 Euro zu Buche. Im Gesamtauftritt gibt sich der Milotec-Octavia erheblich zurückhaltender als sein bayerischer Konkurrent: Die schwarzen Räder unter dem blau lackierten Kombi üben sich in Zurückhaltung, lediglich kontrastiert von einem schmalen roten Felgenstreifen pro Rad. Genau so will es Milotec-Chef Miroslav Lochman: Seine Autos sollen optisch wie technisch ein bisschen knackiger ausfallen, aber keine extremen Aufmerksamkeits-Magnete darstellen.

Fazit

von AUTO BILD
Die beiden getunten Skoda Octavia RS drehen den Spaßfaktor beim günstigen Sportkombi für die Familie noch weiter auf: Hier wie dort wird das Dynamikplus gegenüber dem Serienauto spürbar – zu akzeptablen Kursen. Charakterlich unterscheiden sich die beiden Kontrahenten jedoch: Während sich Milotec mit einer gelungenen Mischung aus gesteigerter Performance und Understatement in Zurückhaltung übt, glänzt Rieger mit dem kalkulierten Willen zum maximalen Showeffekt. Uns gefallen beide Interpretationen, was in der Konsequenz zu zwei Siegern führt.