Smart-Mietwagenprojekt Car2Go
Von Ulm in alle Welt

Nach der ersten Phase mit 50 Autos ist das Smart-Mietwagenprojekt Car2Go nun für die gesamte Ulmer Bevölkerung zugänglich. Die nächste Station auf dem Weg auch zur internationalen Marke: Austin, Texas.
Ab sofort gibt es in Ulm 200 gute Gründe mehr, mobil zu sein: Nach der ersten Phase des Großprojekts "Car2Go" wird der Fuhrpark nun von 50 auf 200 Smart fortwo aufgestockt. Außerdem ist die Benutzung jetzt für jedermann offen. Im ersten Schritt konnte nur ein eingeschränkter Personenkreis aus Mitarbeitern des Daimler Forschungszentrums die kleinen Stadtflitzer nutzen. Doch bereits diese Einstiegsphase war so erfolgreich, dass im Herbst Car2Go bereits exportiert werden soll: In der texanischen Metropole Austin mit 750.000 Einwohnern heißt man die zweifarbigen Smarties bereits willkommen. "Wir freuen uns sehr, erster internationaler Partner von Car2Go zu werden", sagt Austins Bürgermeister Will Wynn. In den USA werden derzeit die größten Wachstumsraten für Carsharing-Projekte gezählt. Doch auch in anderen Ländern wird das Projekt mit Interesse beobachtet: "Inzwischen liegen zahlreiche Anfragen von Städten aus aller Welt vor, die ihren Bürgern ebenfalls Car2Go anbieten wollen", heißt es bei Daimler.
Acht Fahrerwechsel pro Tag

Abstellen, wo immer man mag
Und nun traut Car2Go sich in die Öffentlichkeit. Ab sofort kann jeder der 120.000 Einwohner Ulms die Smarts nutzen, die locker in der Innenstadt verteilt stehen. Nach Registrierung im Ulmer Rathaus bucht man sich per Code-Karte und Funktelefon ein, nach der Nutzung stellt man den Wagen an beliebiger Stelle wieder ab. Tanken und Umparken übernehmen die Car2Go-Mitarbeiter. Die bei klassischen Carsharing-Agenturen üblichen Aufnahmegebühren entfallen ebenso wie die lästigen One-Way-Tarife oder Strafgebühren bei konventionellen Mietwagenfirmen, wenn der Tank bei Rückgabe mal nur halbvoll war. Abgerechnet wird sekundengenau nach einem günstigen Tarif: Pro Minute kostet die Smart-Fahrt 19 Cent, pro Stunde zahlt man maximal 9,90 Euro, der höchste Tagessatz beträgt 49,90 Euro. Schon jetzt steht fest: Technisch ist das System voll funktionstüchtig. In Austin dann soll sich herausstellen, inwieweit es auf fremde Märkte, andere Kulturen und Nutzergewohnheiten angepasst werden muss.
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