Wintertest von sieben Startboostern

Starthilfe: ADAC-Wintertest von Startboostern

— 19.01.2016

Startbooster machen schlapp bei Frost

Sind Startbooster eine gute Hilfe bei schwächelnder Batterie und eine Alternative zum Überbrückungskabel? Der ADAC hat sieben der kleinen Starthelfer getestet. Mit einem ernüchternden Ergebnis.

Starthilfe per Überbrückungskabel ist toll – wenn man eines dabei hat und ein anderer Autofahrer sein Auto zur Verfügung stellt.

Fiese Sache, wenn im Winter die Autobatterie streikt. Vor allem dann, wenn man nach dem Eiskratzen ohnehin schon spät dran ist und kein Überbrückungskabel zur Hand hat. Vorausgesetzt, es ist überhaupt ein hilfsbereiter anderer Autofahrer in der Nähe, der Starthilfe geben kann. Eine praktische Alternative sind die neuen Startbooster. Das sind kleine Geräte, die häufig nicht größer als eine Zigarettenschachtel sind und der schlappen Batterie beispringen sollen, um den Motor fix auf Touren zu bringen. Aber taugen die wirklich etwas? Der ADAC hat sieben Geräte getestet. Und dabei zwei wichtige Erkenntnisse gewonnen.

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Bei Frost machen die Booster schlapp

Erste Erkenntnis: "Sogenannte Startbooster halten nicht, was die Hersteller versprechen", so das Fazit der Tester. Zwar hätten die kleinen Kraftspender bei sommerlichen oder herbstlichen Temperaturen gut funktioniert. Sobald es aber frostig wurde, hätten die Geräte nicht mehr den von den Herstellern versprochenen Strom abgegen. Bei minus 18 Grad hätten alle schlappgemacht, so die Experten. 

Richtig Starthilfe geben

Fotos: Starthilfe – so geht's richtig
Der Grund: Die Lithium-Technik der Startbooster wird von Kälte genauso gekillt wie Autobatterien. Der ADAC empfiehlt deshalb, die Starthelfer im Winter nicht im Auto aufzubewahren und sich genau an die Herstellervorgaben zu halten. 

Bei den billigeren Geräten gab's Kurzschlüsse

Abgeraucht: Drei der Geräte (Foto: Kunzer "MPB50") sahen nach dem Kurzschlusstest übel aus. 

Doch nicht nur die Kältetauglichkeit, auch die Sicherheit und das Handling der deutschen und internationalen Modelle "Starthilfe" von Dino, "5in1" von Afendo, der "LI400A" von Pro User, der "GB30"von Noco, die "Powerbank" von Xlayer, der "Power Pack" von APA, der "MPB90" von Kunzer wurden überprüft. Die drei günstigsten Geräte (75 bis 100 Euro) fielen bei der Kurzschlussfestigkeit durch, andere machten bis auf die fehlende Kälteresistenz insgesamt durchaus einen guten Eindruck.
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Zweite Erkenntnis: Wer sich einen Startbooster anschaffen möchte, sollte lieber etwas mehr investieren. Die mit "gut" bewerteten Geräte kosten 130 bis 150 Euro. 
Wie die einzelnen Startbooster abgeschnitten haben, lesen Sie in der Bildergalerie.

Wintertest: Booster schlafft ab bei strengem Frost

Generell rät der ADAC dazu, Starthilfe nur dann zu geben, wenn ein Pannenfahrzeug oder eine Starterbatterie keinen Defekt hat. Ist der Autofahrer unsicher, sollte er immer einen Experten oder eine Werkstatt hinzuziehen. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass der Motor nach einem Kaltstart während der Fahrt ausfalle, was zu Schäden bis hin zu Unfällen führen kann.

Autor: Maike Schade

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