Fahrbericht Subaru Levorg

Subaru Levorg: Fahrbericht

— 26.06.2015

So fährt der Subaru Levorg

Subaru ist bekannt für Boxermotor und Allradantrieb. Beides hat auch der neue Levorg, an dem der Name das Ungewöhnlichste ist. Ein Fahrbericht.

Zuwachs bei den Familientransportern: ein neuer Mittelklasse-Kombi von Subaru auf Basis von Forester/XV – Ersatz für den Legacy. Hinter der sperrigen Bezeichnung Levorg (aus Legacy/Revolution/Touring) verbirgt sich ein 4,69 Meter langer Familienfreund, der neben vernünftigen Platzverhältnissen zwischen 522 und 1446 Liter Kofferraum bietet. Nicht viel mehr als beim aktuellen A4 Avant (490 bis 1430 Liter) und deutlich weniger als beim Passat Variant (650 bis 1780 Liter), aber durchaus durchdacht.

Mit 170 PS ist der Subaru ausreichend motorisiert

Ordentlich: In 8,9 Sekunden erreicht der Levorg 1.6 GT Tempo 100, maximal sind 210 km/h drin.

Um die geteilte Fondlehne umzulegen, gibt es in der Seitenverkleidung des Kofferraumes eine Taste. Ein Druck, schon fällt die Lehne, und es eröffnet sich eine ebene Ladefläche. Das Heckrollo findet einen geschützten Platz unterm doppelten Boden. Auch sonst fühlen wir uns im Levorg auf Anhieb wohl. Die Verarbeitung stimmt, das Cockpit stellt niemanden vor Schwierigkeiten, wie schon beim Outback lassen sich diverse Apps ins Auto holen. Der neue 1,6-Liter-Motor bleibt dem Boxer-Layout natürlich treu und verteilt seine 170 PS wie gewohnt an alle vier Räder. Neu ist der Turbo, der ab 1800 Touren für 250 Nm Drehmoment sorgt. Damit wird der Levorg nicht zum Sportkombi, er hält aber brav mit und lässt uns im Alltag nicht verhungern. Hell singend und vibrationsarm dreht der 1.6er hoch, schafft nach 8,9 Sekunden Tempo 100 und rennt 210 km/h Spitze.
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Eine verschärfte Gangart ist nicht die Sache des Levorg

Ganz geschmeidig: Das Fahrwerk ist eher auf Komfort als auf Sport abgestimmt und immer Herr der Lage.

Die nüchternen Zahlen verraten, dass der Levorg mit 1531 Kilo mehr wiegt als die Konkurrenz. Weshalb auch der Verbrauch mit 6,9 l/100 km nicht als Sparwunder taugt. Die stufenlose Automatik mit sechs fest programmierten Fahrstufen und Schaltwippen am Lenkrad (Serie) erledigt ihren Job bei gemütlicher Gangart ordentlich, mag forsche Fahrweise aber nicht sonderlich. Dann dreht sie vorschnell hoch und macht mehr Alarm als nötig. Die ersten Runden auf einem Testgelände bei Stockholm belegen, dass Subaru beim Fahrwerk auf gute Allroundeigenschaften geachtet hat. Der Levorg spricht auch mit 18-Zoll-Rädern (Serie im GT-S, GT mit 17 Zoll) noch ausreichend geschmeidig an und lässt die Fuhre bei Elchtest und Slalom nicht über Gebühr wanken. Das vorsichtige ESP regelt beherzt und lässt keinerlei Unsicherheit aufkommen. Sportlich geht zwar anders (nur Traktionskontrolle abschaltbar), für einen Familienkombi ist das aber sicher die richtige Abstimmung.

Die scheint Subaru auch bei den Preisen anzustreben. Als Geschäftsführer der Subaru Deutschland GmbH stellt Volker Dannath den Einstieg "deutlich unter 30.000 Euro" in Aussicht. Immerhin inklusive Allrad und stufenloser Automatik – eine Kombination, die andere gar nicht oder nur deutlich teurer anbieten. Einzig beim Thema Diesel enttäuscht uns Subaru – denn der ist derzeit nicht geplant.

Technische Daten Subaru Levorg 1.6 GT • Motor: Vierzylinder-Boxer,Turbo • Hubraum: 1600 cm³ • Leistung: 125 kW (170 PS) bei 4800/min • max. Drehmoment: 250 Nm bei1800/min • Vmax: 210 km/h • 0–100 km/h: 8,9 s • Antrieb: Allrad/stufenlose Automatik • Tankinhalt: 60 l • Länge/Breite/Höhe: 4690/1780/1485 mm • Kofferraum: 522–1446 l • Leergewicht: 1531 kg • EU-Mix: 6,9 l S • Abgas CO2: 159 g/km.

Autor: Gerald Czajka

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