Tesla Software-Updation: Version 7.1 mit Summon-Funktion

Tesla mit Funktion zum Herbeizitieren

— 11.01.2016

Tesla bei Fuß!

Nach dem jüngsten Software-Update kommt der Tesla nun selbstständig zum Besitzer, wenn er gerufen wird. In zwei Jahren angeblich auch quer durch Amerika.

Tesla hat den Model S und Model X ein neues Software-Update aufgespielt. Diesmal bekamen die Autos eine Funktion zum Herbeirufen des Autos verpasst: Fahrzeuge mit der Version 7.1 sollen nun autonom zum Fahrer kommen können, wenn der sie über das Smartphone ruft. So soll das Auto auf Befehl die Garagentür öffnen, herausfahren, das Tor schließen und vorfahren bzw. beim Nachhausekommen eigenständig einparken können. Theoretisch können dies auch die Fahrzeuge anderer Autohersteller; Tesla ist aber die erste Marke, die diese Summon-Funktion (summon=herbeirufen) tatsächlich anbietet.

Die Highlights der Detroit Auto Show (NAIAS 2016)

Das Ganze sei nur ein "winzig kleiner Schritt" in Sachen Summon-Feature, twittert Elon Musk. Schon 2018, so der Firmenchef, werde das Auto in der Lage sein, auch über große Entfernungen selbsttätig zum Besitzer zu kommen, falls auf dem Landweg möglich und keine Grenzen zu überwinden sind. Das Herbeirufen soll sogar quer durch Amerika funktionieren, beispielsweise von New York nach Los Angeles, vorausgesetzt, die Infrastruktur zum induktiven Laden ist auf der Wegstrecke verlegt. Vorerst sollen die Tesla-Fahrer das Feature aber ausschließlich auf ihrem Privatgrundstück nutzen, da es sich noch um eine Beta-Version handelt.

Der Autopilot machte Tesla Ärger

Das Software-Update 7.0 brachte den Autopiloten. Der von einigen Autofahrern gewaltig missbraucht wurde.

Mal sehen, ob sich die Besitzer an diese Vorgabe halten. Beim vorhergegangenen Update im Herbst 2015 war dies nicht so: Der Autopilot, der mit Version 7.0 aufgespielt worden war, wurde von manchen Fahrern missbraucht, wie diverse haarsträubende Videos auf Youtube zeigten: Manche lasen Zeitung, surften im Internet oder setzten sich gleich auf die Rückbank. Und das, obwohl Tesla darauf hingewiesen hatte, dass der Autopilot eine Beta-Version sei und die Hände am Lenkrad bleiben müssten. Deshalb beinhaltet das aktuelle Update auch eine Geschwindigkeitsbegrenzung. In Wohngebieten und bei fehlendem Mittelstreifen drosselt der Autopilot die Fahrt automatisch auf die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit. Maximal acht km/h mehr sind möglich. In Autobahnabfahrten und bei abgenutzter Fahrbahnmarkierung sollen die Autos ab sofort stabiler in der Spur bleiben.

Autor: Maike Schade

Stichworte:

Autonomes Fahren

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