Tesla Model S: Streit um Testfahrt

— 13.02.2013

Tesla im Reichweiten-Streit

Teslas Model S ist bei einer Testfahrt in den USA der Saft ausgegangen – angeblich aufgrund zu schwacher Akkus und falscher Angaben des Bordcomputers. Firmenchef Elon Musk (t)wittert jedoch "Betrug".



Halten die Elektro-Autos von Tesla, was sie versprechen? In den USA ist genau darüber ein Streit zwischen Firmengründer Elon Musk und New York Times-Autor John Broder entbrannt. Broder fuhr Teslas Model S und testete die Funktionalität zweier Schnellladestationen, die Tesla in Newark, Delaware, und Milford, Connecticut errichtet hat. Sie sollen Besitzern der Elektro-Limousine das Reisen an der US-Ostküste erleichtern. Die Distanz zwischen den beiden Ladestationen beträgt rund 200 Meilen (322 Kilometer). Das sollte für das Model S in der Ausführung mit dem großen Akku (85 Kilowattstunden Kapazität) kein Problem sein. Schließlich beträgt die vom Hersteller angegebene Reichweite 480 Kilometer. Und in diesem Modell war Broder unterwegs.

Tesla Model S im Fahrbericht: Edle Limousine unter Strom

Der Tesla Model S bietet Platz für fünf Erwachsene und zwei Kinder. Die Reichweite liegt laut Hersteller im besten Fall bei 480 Kilometer.

Doch der Journalist berichtet in seinem Artikel zur Testfahrt von einer wahren Odyssee, die schließlich auf einem Abschlepper endete. Die Elektro-Limousine havarierte aufgrund völlig entladener Batterien. Nach Angaben Broders wurden ihm die falschen Angaben des Bordcomputers zum Verhängnis. Die Reichweite sank während der Fahrt überproportional zur zurückgelegten Strecke. Obendrein entluden sich die Akkus bei einem nächtlichen Stopp aufgrund der winterlichen Kälte und verloren bis zum morgen mehr als zwei Drittel des zuvor angezeigten Ladestands. Nach Rücksprache mit Tesla erhielt Broder einige Tipps, um die rettende Ladestation in Milford doch noch zu erreichen. So verzichtete er während der Fahrt trotz Minusgraden auf die Heizung, legte einen zusätzlichen Ladestopp ein und fror sich bei permanenter Schleichfahrt Hände und Füße ab. Vor dem Abschlepper bewahrten ihn die Maßnahmen jedoch nicht. Sein Resüme: Tesla-Fahrer mögen sich bitte immer warme Sachen anziehen.

Fahrbericht Tesla Model S

Nach der Veröffentlichung des Artikels in der New York Times schaltete sich Teslas Firmenchef Elon Musk in die Angelegenheit ein. Nach Auswertung des elektronischen Fahrtenbuchs des Testwagens twitterte Musk, dass es sich bei dem Vorfall um ein abgekartetes Spiel handelt. Broder hätte die Akkus entgegen seinen Angaben nicht vollständig aufgeladen. Zu dem sei er vorsätzlich lange Umwege gefahren, um die Panne zu provozieren. Die Twitter-Gemeinde reagiert geteilt auf die Anschuldigungen von Musk. Ein User forderte, Tesla möge doch zum Beweis das Fahrtenbuch veröffentlichen. Andere sehen eine Verschwörung der Ölindustrie hinter dem Bericht in der New York Times. User "Niels" sieht die Sache hingegen pragmatisch und meint: "So oder so, wir brauchen einfach mehr Ladestationen!".

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Klar ist, dass der Autobauer einen herben Image-Schaden fürchtet. Als Schlüssel zum Erfolg von Elektoautos gilt die Reichweite ihrer Akkus und der daraus resultierende Alltagsnutzen. Tesla scheint das Problem ansatzweise in den Griff bekommen zu haben und wirbt seit dem Tesla Roadster mit der enormen Reichweite seiner Modelle. Der Tesla Roadster schafft im Alltag zwischen 100 und 350 Kilometer, je nach Fahrweise und Wetterbedingungen. Ein australischer Besitzer legte 2010 mit einer Akkuladung im Rahmen einer Eco-Rallye in seinem Roadster sogar nachgewiesene 501 Kilometer zurück – Weltrekord.

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