Stau

Verkehr: Stress-Studie

— 25.05.2011

Staus gefährden die Gesundheit

Eine von TomTom in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass dichter Verkehr den Stresspegel gefährlich ansteigen lässt. Das bedeutet Gefahren für die Gesundheit. Ein Ausweg aus der Stressfalle: Gesang.

Vor allem Männer sollten sich eine auf den ersten Blick eher unauffällige Gefahr im Straßenverkehr bewusst machen: Staus. Eine von TomTom in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass das Fahren bei dichtem Verkehr vor allem beim männlichen Geschlecht zu physiologischem Stress in ungesundem Ausmaß führt. Die Untersuchung des Stress-Markers im Speichel der Probanden ergab, dass bei 8,7 Prozent der Frauen und 60 Prozent der Männer der Stresspegel stark ansteigt. Offenbar war das Empfinden der Probanden aber ein anderes. 67 Prozent der Frauen und 50 Prozent der Männer fühlten sich nämlich überhaupt nicht gestresst, obwohl sie es eindeutig waren. Selbst Symptome wie Schwindel, Atemnot, Muskelschmerzen und Brustschmerzen wurden oft nicht bemerkt. Eine beunruhigende Tatsache, denn unbemerkter Stress kann auch nicht aktiv bekämpft werden. Und das kann gefährlich werden, denn eine längere Ausschüttung von Stress-Stoffen kann die Immunfunktion einschränken sowie den Blutdruck und den Blutzuckerspiegel erhöhen.

Service: Hier gibt es die aktuellen Staumeldungen

Zu verdanken haben die Männer ihre Stressanfälligkeit im Stau der Evolution, die sie zu einem "Kampf- oder Flucht-Verhalten" antreibt, so der Gesundheitspsychologe und Leiter der Untersuchung David Moxon. Dass sie sich dieser Tatsache oft nicht bewusst sind könne dazu führen, dass häufiges Fahren in dichtem Verkehr tiefgreifende Auswirkungen auf ihre Gesundheit hat. Eine unschöne Erkenntnis. Wie aber kann man die Evolution nun austricksen und dichten Verkehr oder gar Staus gesund überstehen? Mit partieller Ablenkung. Die Studie verrät, dass 82 Prozent der Autofahrer ihre Anspannung mit Musik bekämpfen, 21 Prozent unterhalten sich mit den Beifahrern.

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Die Strategien unterscheiden sich von Land zu Land: 38 Prozent der Amerikaner und 39 Prozent der Schweden telefonieren sich den Stress weg. 14 Prozent der Holländer neigen zum Stress-Fress und machen der Anspannun mit Snacks den Garaus. Amerikaner, Briten und Südafrikaner singen auch gerne gegen den Stress an. Das scheint tatsächlich das Mittel der Wahl zu sein. Denn die Umfrage von TomTom hat ergeben, dass zwei Drittel aller Frauen es schaffen, ihren Stresspegel durch Gesang zu senken.

Autor: Stephanie Kriebel

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