Auf dem 34. Wiener Motorensymposium gab VW-Chef Martin Winterkorn einen Einblick in die derzeitigen Entwicklungsprojekte der Wolfsburger. Zu den Schwerpunkten zählt die Arbeit an einem Zehngang-DSG-Getriebe. Gegenwärtig besitzen die Doppelkupplungsgetriebe von Volkswagen und auch der Konkurrenz maximal sieben Gänge. Die technisch unterschiedlich konzipierten Wandler-Automatikgetriebe verfügen bereits über acht Gänge, neun Gänge werden in Kürze eingeführt. Zehn Gänge sind aber ein absolutes Novum in der Getriebe-Technologie. Von der Zunahme an Übersetzungsstufen soll der Verbrauch profitieren, da der Motor durch die Spreizung der Gänge in einem effizienteren Drehzahlbereich arbeiten kann.
Audi SQ5 TDI Quattro
Mit gut 104 PS Literleistung ist Audis Biturbo-V6-TDI im VW-Konzern führend. Beim nächsten Power-Diesel soll die Literleistung auf 136 PS steigen.
Bild: Christian Bittmann
Daneben beschäftigt sich VW mit einem High-Performance-Diesel. Das Aggregat soll über eine Literleistung von 136 PS verfügen. Der Motor wird mit variablen Ventiltrieb und einer Hochdruckeinspritzung mit bis zu 3000 bar arbeiten. Derzeit führend bei der Literleistung ist im VW-Konzern der V6 TDI mit 3,0 Litern Hubraum und Biturboaufladung (313 PS, eingesetzt im Audi SQ5, A6 und A7 Sportback). Über den Hubraum und die Anzahl der Zylinder des kommenden Power-Diesels machte Winterkorn keine Angaben. Wahrscheinlich ist aber ein Vierzylinder, da die Konkurrenz hier bisher mehr Leistung bietet als VW.
Audi A3 g-tron
VW setzt bei den alternativen Antrieben nicht alles auf ein Pferd. Auch der Gasantrieb soll zur CO2-Reduktion beitragen. Zum Beispiel im Audi A3 g-tron.
Bild: Werk
Wachstumspotenzial sieht VW beim Erdgas-Antrieb: "Der Gasantrieb ist umweltfreundlich, günstig und alltagstauglich. Die Technologie ist ausgereift, die Fahrzeuge sind heute schon im Markt", so Winterkorn. Mit dem kommenden Golf TGI und dem A3 g-tron will man die Technologie weiter verbreiten. Bei den Antrieben herrscht bei VW die Meinung, dass unterschiedliche Technologien nebeneinander weiterentwickelt werden sollten. In Sachen alternative Antriebe sieht Winterkorn mittelfristig die besten Möglichkeiten bei den Plug-in-Hybriden. Die Vorteile lägen bei der elektrischen Reichweite von bis zu 50 Kilometern, hoher Alltagstauglichkeit durch das Aufladen an der heimischen Steckdose sowie die volle Flexibilität für lange Strecken durch den Vebrennungsmotor.