VW XL Sport: Autosalon Paris 2014

VW XL Sport VW XL Sport VW XL Sport

VW XL Sport: Autosalon Paris 2014

— 01.10.2014

Sparfuchs auf Speed

Mit dem stärksten Zweizylinder der Welt macht VW aus dem XL1 einen radikalen Sportwagen. Dank 200 PS geht der Flitzer namens XL Sport bis auf Tempo 270.

Video: VW XL Sport (2014)

Radikaler VW-Sportler

Er ist die graue Eminenz im VW-Konzern, und was er sich in den Kopf setzt, das wird auch gemacht: Fast auf den Tag genau ein Jahr, nachdem Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch seinen Studenten an der Technischen Universität Wien die Idee von einer Powervariante des XL1 skizziert hat, steht dieser XL Sport jetzt auf dem Autosalon Paris 2014 (4. bis 19. Oktober) auf dem Stand von VW.

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Um den Sparfuchs auf Speed zu bringen, haben die Niedersachsen den gerade einmal 69 PS starken Plug-in-Hybriden mit E-Maschine und Zweizylinder-Diesel über Bord geworfen, und sich stattdessen aus dem Teilelager der neuen Tochter Ducati nichts weniger geholt als den stärksten Zweizylinder der Welt: Der 1,2 Liter große V-Motor aus der 1199 Superleggera bringt es auf 200 PS und hat trotz der mageren 134 Nm leichtes Spiel mit dem deutlich gewachsenen Zweisitzer. Schließlich wiegt der XL Sport nur 890 Kilo und hat einen rekordverdächtigen Luftwiderstand: Der Koeffizient aus dem cW-Wert (0,258) und der Fahrzeugstirnfläche (1,7 m2) liegt bei 0,44 m2. Er gehöre zu den besten Werten, die bislang realisiert wurden, schwärmen die Niedersachsen. Mit 5,9 Sekunden von 0 auf 100 muss der XL1 beim Standardsprint zwar noch manchen Tiefflieger vorbei lassen – aber mit maximal 270 km/h ist er deshalb schneller als jeder andere Sportwagen seiner Leistungsklasse.

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Und vor allem sieht er spektakulärer aus. Denn auch wenn VW die stilistische Nähe zum König der Knauser wahrt, haben die Ingenieure den XL Sport ein wenig aufgeblasen: Ein längerer Radstand (plus 20 Zentimeter) sorgt für mehr Stabilität bei hohem Tempo, ein breiteres Heck (plus 18 Zentimeter) schafft Raum für die dringend benötigten Kühl-Kiemen. Insgesamt geht der radikale Renner um knapp 40 Zentimeter in die Länge. Dazu noch Flügeltüren im Lamborghini-Style, der ausfahrbare Heckspoiler, ein Rennfahrwerk und Keramik-Bremsen – fertig ist der Schrecken der Rundstrecke.

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Offiziell ist der XL Sport nur ein Technologieträger, der – mal wieder – das technisch Machbare beweisen soll und zeigen will, welches Potenzial die Carbonflunder mit ihrer Konsequenz bei Leichtbau und Aerodynamik noch birgt. Außerdem belegt der Sparfuchs auf Speed auch die alles andere als heimliche Leidenschaft Piëchs für Autos, die besser spurten als sparen können. Und genau deshalb könnte es entgegen aller Beteuerungen vielleicht doch sein, dass es nicht bei dem dunkelblauen Einzelstück bleibt. Denn genau wie beim Bugatti und beim originalen XL1 braucht es nicht viel mehr Machtwort aus Salzburg, schon wird doch eine Kleinserie daraus.

Autor: Thomas Geiger

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