Im Test: Zehn Winterreifen im Format 215/65 R 16

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Winterreifen-Test 2013: 215/65 R 16

— 11.10.2013

Winterreifen für Allradler

Zu unserem Test treten dieses Jahr zehn Winterreifen an, die zeigen wollen, dass sie mehr Sicherheit bieten als der mitgetestete Sommerreifen. Mit dabei sind auch zwei Billigimporte aus Asien.

Erinnern Sie sich an den Mai dieses Jahres? Da schneite es in etlichen Gegenden Deutschlands noch einmal heftig. Der Schnee blieb auch auf der Straße liegen und brachte so manchen Autofahrer ins Grübeln: Muss man wegen der Winterreifenpflicht nun die bereits montierten Sommerreifen gegen die an Ostern eingemotteten Winterreifen wieder zurücktauschen? Der deutsche Gesetzgeber hilft bei dieser Frage kaum, denn anders als in Österreich oder Italien drückt er sich vor einer klaren Regelung. Während in diesen Ländern die Winterreifenpflicht jeweils am 15. April eines Jahres endet, gibt es in Deutschland keine Fixtermine. In Wahrheit gibt es noch nicht einmal eine echte Winterreifenpflicht. Denn der deutsche Gesetzgeber schreibt zwar wintertaugliche Reifen vor, ihm reicht für den Nachweis der Wintertauglichkeit jedoch die aussagelose M+S-Kennung am Reifen.
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Die kann jeder Hersteller nach eigenem Gutdünken an seinen Reifen anbringen, ohne die wahre Wintereignung nachweisen zu müssen. Zudem schreibt der deutsche Gesetzgeber keinen festen Zeitraum für die von ihm geforderte wintertaugliche Bereifung vor, sondern beschreibt lediglich die Situationen, in denen er M+S-Reifen an den Fahrzeugen sehen will: Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte. Anders ausgedrückt: Auch bei minus 20 Grad darf man bußgeldfrei mit Sommerreifen unterwegs sein, wenn die Straße trocken ist. Und wenn sie nass ist, darf man ebenfalls mit Sommerreifen herumfahren, solange die Nässe nicht zu Eis mutiert. Auch die Versicherer dürfen ihren Kunden daraus keinen Strick drehen und ihnen bei einem Unfall den Kaskoschutz verweigern. Das dürfen sie nur bei grober Fahrlässigkeit – zum Beispiel bei abgefahrenen Sommerreifen oder generell überhöhter Geschwindigkeit.
Im Überblick: Alle aktuellen Winterreifen-Tests

Was sollen wir also tun? Unsere Reifentests zeigen immer wieder, dass Sommerreifen heutzutage auch bei niedrigen Temperaturen gut bei Nässe und erst recht bei Trockenheit funktionieren. Aber was tun, wenn nicht absehbar ist, ob der restliche Tag vielleicht Eis, Schnee oder gefrierenden Regen bringt? Auto stehen lassen oder doch auf wintertaugliche Reifen umrüsten? Letzteres machen inzwischen die allermeisten. Die Umrüstquote liegt in Deutschland mittlerweile bei über 90 Prozent, übertroffen nur noch von den alpinen Ländern Österreich und Schweiz. Die Kosten sind dabei allerdings nicht zu unterschätzen. Denn selbst die bloßen Reifen für den Winter summieren sich sogar in der populären VW-Tiguan-Klasse auf maximal 520 Euro (Michelin) bis minimal 300 Euro (Imperial). Nur 300 Euro? Also nur 75 Euro für einen Reifen?

Teure Markenreifen machen das Rennen

Die "M+S"-Kennung sagt wenig aus. Zusätzlich sollte ein Winterreifen das Schneeflocken-Symbol tragen.

Die asiatischen Hersteller machen es möglich. Aber ihre Testergebnisse sind erschreckend. Weniger auf Schnee und Eis, denn da machen auch Billigreifen eine halbwegs gute Figur. Die Kunst des Reifenbackens ist aber, Schneetauglichkeit und Nässehaftung in einem Reifen zu vereinen. So einfach ist es nicht, eine dafür taugliche Gummimischung zusammenzurühren und dabei auch noch Nebeneigenschaften wie den Rollwiderstand zu berücksichtigen. Und so machen wieder einmal die vergleichsweise teuren Markenreifen das Rennen. Wer dennoch aufs Geld sehen will, sollte sich die Ergebnisse des Semperit ansehen. Der ehemals österreichische und bereits seit 28 Jahren im deutschen Continental-Konzern integrierte Winterspezialist fällt positiv durch sein günstiges Verhältnis zwischen Preis und Leistung auf.

Die Asien-Reifen sind dagegen nicht so viel billiger, aber viel schlechter. Wer es sich leisten kann oder will, greift zum Besten, was der Markt hergibt. Und das sind in der getesteten Dimension der deutsche Dunlop, der französische Michelin, der deutsche Continental und der italienische Pirelli. Erstaunlich für uns: Ausgerechnet der finnische Winterreifen von Nokian erwies sich als nur durchschnittlich begabt für Schnee, aber dafür als überraschend talentiert bei Nässe und Trockenheit.

Wie die zehn Winterreifen im Test abgeschnitten haben, lesen Sie in der Bildergalerie. Wir haben alle Einzelergebnisse in Kurzform für Sie zusammengefasst. Den kompletten Artikel mit den ausführlichen Daten und vielen Tabellen gibt es im Online-Artikelarchiv als PDF-Download.

Im Test: Winterreifen für Allradler

AUTO BILD testet Winterreifen für Allradler Winterreifen-Test: Traktions-Messung Winterreifen-Test: Bremsen auf Schnee

Winterreifen für Allradler

Der vollständige Artikel ist ab sofort in unserem Online-Heftarchiv erhältlich. Hier können Sie das Original-Heft-Layout als PDF-Dokument downloaden.
Winterreifen der Dimension 251/65 R 16

Veröffentlicht:

08.10.2013

Preis:

1,00 €

Stichworte:

SUV

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