Saab-Museum gerettet — 24.01.2012
Saab-Sammlung bleibt erhalten
Das Saab-Museum ist gerettet. Das Museum mit 123 Exponaten wurde im Rahmen der Saab-Insolvenz in einem Stück verkauft – und bleibt im schwedischen Trollhättan.
Überblick: Alle Infos zur Saab-Insolvenz
Die Sammlung des Museums enthält echte Perlen der Saab-Geschichte: einzigartige Prototypen, Versuchsfahrzeuge, Messe-Studien, rare Sondermodelle. Dazu zählt beispielsweise der Saab 93 "Monstret" (Bildergalerie: Bild 12) aus dem Jahr 1959: Das mit zwei Dreizylinder-Zweitaktmotoren bestückte Fahrzeug schafft ganze 223 km/h Spitze. Ein weiteres exklusives Einzelstück ist der Saab 9-5 "VEPS" von 1999 (Bild 104): Sein Fünfzylinder holt aus mageren 1,6 Litern Hubraum stolze 225 PS – möglich wird das dank eines variabel einstellbaren Kompressionsdrucks. Der technisch hochkomplexe Prototyp ging allerdings nie in Serie.Überblick: Saab-Angebote im Gebrauchtwagen-Markt von autobild.de
Nach der Pleite von Saab hat die Jagd auf die im Werk Trollhättan untergebrachten Autos begonnen. In der Insolvenzmasse befinden sich neben den Museumsautos weitere Objekte, die auf besonderes Interesse unter Saab-Fans stoßen dürften: Besonders rar ist der 9-5 Sportcombi, der nie auf den Markt kam. Auch von der Limousine des 9-5 existieren nur wenige Exemplare. Experten glauben, dass diese Modelle und Studien wie der Aero X zu begehrten Sammlerstücken werden. Der Insolvenzverwalter trat Befürchtungen entgegen, nach denen diese Fahrzeuge verschrottet werden. Nicht fertig gestellte Autos sollen als Ersatzteilspender dienen, fahrbereite versteigert werden – ähnlich wie die 123 Exponate des Werksmuseums.Indes gab die frühere Saab-Mutter General Motors bekannt, sich nicht von Patentrechten trennen zu wollen. Dies erschwert Investitionen etwa aus der Türkei oder China. „Saab ist ein toter Patient, der noch blutet“, zitieren schwedische Medien die Insolvenzverwalter.
In der Galerie ganz oben: Blick ins Saab-Museum Trollhättan!
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Kommentare zum Artikel (14)
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Muß ihnen da Recht geben! SAAB-Kunden haben mehr erwartet von einem SAAB-Fahrzeug als eine Zusammenmischung aus Konzernregalteilen! Das war der hauptsächliche Fehler des GM-Managements. Gleichteilestrategie kann Sinn machen, darf eine Marke aber andererseits nicht zu sehr verwässern/deren Identität rauben. mfG FNA
Nee nee, die US-GM -Technik hat Saab abgewürgt/herabgewürdigt ! Weiß es anhand v Beispielen sicher ! Bitte informieren. Vom Design her ging es ziemlich bergab unter GM, das waren plötzlich teilplumpe Dreinmischungen aus Opel u Subaru, so auch im Innenraum die Schalter. Opel-Technik = GM-Massentechnik, wenngleich nicht direkt schlecht, aber längst nicht das, was eine eingeschworene Saab-Klientel erwarten hätte dürfen. Etliche Ex-Saab-Treuekunden = ab jener Zeitphase auf Volvo gegangen! Gruß D von allinformierendes.de
ERFOLG, ich hatte ja dieses (mich) eher traurig stimmende Kapitel zur SAAB-Geschichte untermeiner HP allinformierendes.de/aktuelles_der_teil_4.html am 20.1. erwähnt, daß es überaus wichtig wäre, wenn das Museum gerettet werden könnte, da man den Fehler sonst nicht rückgängig machen kann. Nun ist es glücklicherweise zielführend erfreulich gelaufen.
VÄLKOMMEN BRAVORUP SAAB, GRATULATION ! DET FÅR BLI DÄRVID !
@Alex
Sie haben doch gelesen, dass GM nicht bereit ist auf die Patente von SAAb zu verzichten. Damit ist der Untergang der Marke SAAB beschlossene Sache. Wer jetzt auch immer das Werk in Trollhättan nutzen will muss eigene Ideen, Patente und Lizenzen besitzen.
Von der alten Marke SAAB kommt nix dazu.
Die Sammlung dokumentiert eindrucksvoll, was für wunderschöne Autos Saab gebaut hat. Die Marke durch das Lizenzgeschacher ganz zu töten ist ein Verbrechen an der Menschheit!