Zehn coole Bikes mit 125 Kubik für Autofahrer

125er-Motorräder für Autofahrer: A1-Führerschein, KTM, Yamaha

Zehn 125er-Bikes für Autofahrer

Jetzt dürfen 125er-Bikes auch mit dem Autoführerschein gefahren werden. Hier sind zehn coole Leichtkrafträder – und Infos zur Schulung, die man dafür braucht.
Seit Anfang 2020 haben Autofahrer die Möglichkeit, mit dem Autoführerschein die Berechtigung zum Motorradfahren zu bekommen. Damit dürfen Autofahrer Leichtkrafträder der Klasse A1 mit bis zu 125 Kubikzentimetern Hubraum und maximal 15 PS ohne Extra-Prüfung bewegen. Sie müssen 25 oder älter sein, seit fünf Jahren den Pkw-Führerschein besitzen und vier Theorie- sowie fünf Praxisstunden nehmen. Geschätzte Kosten: zirka 500 bis 1000 Euro. Fahrlehrer und Notärzte nennen die geplante Anzahl an Schulungs-Stunden zwar völlig unzureichend. Doch die Industrie lobt den Vorstoß. Hier einige Infos über das aktuelle Angebot an 125er-Motorrädern,

Was der Markt an 125ern hergibt

Scharfe KTM-Waffe in klein: Die KTM 125 Duke steht ihren Schwestern nur in der Leistung nach.

Welche 125er-Maschinen sind aktuell auf dem Markt? Die Auswahl ist erfreulich groß! Beispiel Nummer eins: die KTM 125 Duke. Die Österreicherin ist ihrer scharfen Schwester 790 Duke wie aus dem Gesicht geschnitten. Der LED-Scheinwerfer ist ebenso spitz, der 13-Liter-Tank ebenso bullig, der Lenker wirkt ähnlich breit. Das Fahrwerkskonzept übernimmt die 125 Duke ebenfalls von ihrer großen Schwester. Auch die kleine KTM fährt mit Gitterrohrrahmen, Alu-Gussschwinge und Upside-down-Gabel vor. Das Leergewicht gibt der Hersteller mit 153 Kilogramm an, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 114 km/h. Dass KTM ans gesetzlich vorgeschriebene Leistungslimit von 15 PS geht, war klar. Darüber hinaus weiß das Mini-Naked-Bike mit Euro 4 und ABS zu überzeugen. Ein TFT-Display wie bei der Duke gibt es in dieser Motorradklasse nur selten. Preis: 4850 Euro.      

Honda Monkey: Knuffiges Mini-Bike mit Retro-Touch

Die knuffige Honda Monkey wirkt wie ein Spielzeug. Man will sie unwillkürlich nicht wieder hergeben.

Die wunderschöne Honda Monkey ist seit Juli 2018 in Europa auf dem Markt. Die Retro-Japanerin bekam für ihren Neustart moderne Gimmicks spendiert, darunter sind LED-Leuchten und Scheibenbremsen. Das Fahrwerk passt in die Zeit. Vorne hat die Monkey eine Upside-down-Gabel, hinten zwei Federbeine. 9,4 PS und elf Nm maximales Drehmoment stehen im Datenblatt. Honda gibt die Höchstgeschwindigkeit mit 90 km/h an. Die zur Wahl stehenden Lackfarben Gelb, Rot und Schwarz stehen der Monkey gut. Die Preise beginnen bei 4190 EuroDer Eindruck nach der ersten Probefahrt: Gute Laune garantiert, die Monkey erwärmt das Herz! Schnelle Ampelstarts, von Spur zu Spur wuseln, Mini-Radien beim Abbiegen und ein Gefühl von "wo sie nicht hinfährt, trage ich sie eben hin" machen die kleine Honda zur Spaßgarantin. Dass sie einen soliden Eindruck hinterlässt und sich fährt wie ein richtiges Motorrad, rundet das Bild ab.

Yamaha Y2F-R125: kleine Sportlerin ganz groß

ABS, Euro 4 und variable Ventilsteuerung sind drei von vielen Argumenten, die für die Yamaha sprechen.

Die Yamaha YZF-R125 sieht aus wie eine Supersportlerin für die Westentasche und fährt sich sehr erwachsen. Vorne sorgt eine Upside-down-Gabel für den richtigen Fahrbahnkontakt, hinten ein einzelnes Federbein. Der Einzylinder leistet 15 PS und entwickelt 11,5 Nm maximales Drehmoment. 120 km/h Spitze sind drin. Seine variable Ventilsteuerung lässt den kleinen Motor auf der Landstraße genauso agieren wie auf der Rennstrecke. Auch das Handling überzeugt. Stadtverkehr kann die kleine Yamaha genauso gut wie schnelle Kehren in wilder Schräglage und sie federt dementsprechend straff. Darüber freuen sich sportliche Fahrer. Wer auf der Suche nach einem komfortablen Rückenschoner ist, wird vermutlich bei einem anderen der Bikes in der Bildergalerie eher fündig:

Zehn coole Bikes mit 125 Kubik für Autofahrer

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Lars Hänsch-Petersen

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Kommentar

Für AUTO BILD geht Sicherheit vor. Trotz einer großen Auswahl an coolen Bikes empfehlen wir, sich bei Interesse am 125er-Fahren nicht blind auf die Anforderungen des neuen Gesetzes zu verlassen. Der Fahrlehrer kann am besten beurteilen, ob das eigene Können auf zwei Rädern nach vier Theorie- und fünf Praxisstunden ausreicht. Betrachten Sie die neuen Vorschriften am besten wie die Mindestfahrstunden beim Pkw-Führerschein und fragen Sie den Fahrlehrer Ihres Vertrauens nach seiner Meinung. Rät der Profi zu mehr Trainingseinheiten, sollten Sie darauf hören.

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