45 Jahre M GmbH
Im Namen des Vaters

Die Geschichte des BMW M1 brauchte etwas länger, um glücklich zu enden. Wir unternehmem wir eine Ausfahrt mit dem Original und seinen Erben.
- Manuel Iglisch
Lassen Sie uns, bevor wir die haarsträubende Entstehung des BMW M1 entlangschreiten, schnell noch einen kleinen Irrtum ausräumen. Einen, der die Entstehung der M(otorsport) GmbH betrifft, die gern mal mit der des M1 in einen Topf geworfen wird. Letzterer, so heißt es häufig, sei schließlich der Ursprung von allem; der einzig wahre Grund, weshalb der Laden 1972 ins Leben gerufen wurde, und somit auch der Grundstein der gesamten Moderne. Nun, ob sich M2 bis M6 auch ohne sein Vermächtnis heute so aufreihen würden, darf sicherlich bezweifelt werden. Schließlich ging jede frühe M-Baureihe in irgendeiner Form aus dem M1 hervor.

Die Idee: Der M1 war zur Homologation für die Gruppe 4 gedacht – es kam dann aber alles ganz anders.
Bild: Ronald Sassen
Weitere Artikel zum BMW M1
Der Reihensechszylinder im Heck war eigentlich eine Notlösung

Der Antrieb: Statt des geplanten V8 landete am Ende ein Reihensechszylinder mit 277 PS im M1-Heck.
Bild: Ronald Sassen
Ein Markenpokal begründete den legendären Ruf des M1

Die Rettung: Mit der Gründung der Procar-Rennserie kam der M1 zu seinem legendären Ruf als Sportler.
Bild: Werk
Wie sich der M1 und seine Erben fahren, sehen Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen technischen Daten und Tabellen gibt es als Download im Online-Heftarchiv.
Fazit
Die Geschichte des M1 ist eine von Tragik und Ruhm gleichermaßen. Mit einer Vielzahl an Rückschlägen und einem Ende, das sich erst im Nachhinein als glückliches erweisen sollte. Mag sein, dass er die anfangs in ihn gesteckten Hoffnungen nur zum Teil erfüllte, wenngleich er vieles, nur sicher kein schlechter Sportwagen geworden war. Im Gegenzug zahlt er aber auch bis heute ins Ansehen der M GmbH ein. Als technisches Sinnbild der frühen Ära, als Visionär einer Sportwagengattung und insbesondere als Wegbereiter für all die weiteren Ms, die aus seiner DNA hervorgehen sollten. Und dieser Stammbaum lässt sich tatsächlich stringent skizzieren. Beginnend mit M 635 CSi und M5, die seinen Motor fortführten, über den ersten M3, der ihn in gekürzter Form adaptierte, bis hin zum M4, der als namentliche Abspaltung hervorging, und dem M2, der wiederum aus der Technik der größeren Geschwister entstand und den M1 so gesehen mit Fug und Recht Opa nennen darf.
Service-Links