25 Jahre ist Naoko Nishimoto ihren silbernen Mazda RX-7 gefahren. 2024 beschloss sie dann, den Führerschein abzugeben – und suchte jemanden, der ihr Auto übernehmen will. 400 E-Mails habe sie bekommen, berichten japanische Medien. Darunter auch eine von Mazda. Ein Ingenieur der Marke hatte von der Geschichte gehört und die Story an die PR-Abteilung weitergeleitet. Und so endet die gemeinsame Zeit Naoko Nishimoto und ihrem RX-7 da, wo sie angefangen hat: beim Mazda-Händler.
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Aber der Reihe nach: Die Japanerin ist ein echter Autofan. Mit 21 machte sie ihren Führerschein und war zunächst treue Toyota-Kundin. Ihr erstes Auto war ein Toyota Publica, der Kleinwagen ist der Vorgänger des Starlet. Als sie wenige Jahre später eine Familie gründete, musste ein etwas größeres Auto her. Es wurde ein Toyota Corona. Später kaufte sich Nishimoto die auf dem Celica basierende Sportversion Corona Coupé.

Sie sah das Auto in einem Anime

Und dann verliebte sie sich mit 55 Jahren in den RX-7. Doch sie sah das Auto nicht in der Werbung oder auf der Straße, sondern in einem Anime. Nishimoto schaute die Comicserie "Initial D" mit ihrem Sohn, in der der Wankelmotor-Sportwagen vorkommt. Daraufhin fuhr sie zum Mazda-Händler. Eigentlich wollte sie ihren RX-7 in Blau bestellen, wie er auch auf dem Katalog abgebildet war. Doch der Verkäufer empfahl ihr "Highlight Silver Metallic"
. Heute bereut die 80-Jährige, auf den Mann gehört zu haben.

Keine 76.000 Kilometer in 25 Jahren

Überschaubare 77.592 Kilometer ist sie mit dem RX-7 in 25 Jahren gefahren. Laut "CarWatch" wurde das Auto für die Japanerin noch wichtiger, als sie erfuhr, dass die Produktion eingestellt wurde. Denn für den Fall, dass der Mazda nach zehn Jahren größere Reparaturen benötigen sollte, hatte sie sich eigentlich überlegt, einfach einen neuen RX-7 zu ordern. Das ging nun nicht mehr. Gut, dass sie nie größere Probleme mit dem Wagen hatte.
Naoko Nishimoto fährt ihren Mazda RX-7
3,2 Millionen Yen (etwa 19.460 Euro) hat der Mazda damals gekostet.
Bild: Youtube/KTN.nagasaki

Zu ihrem 80. gab sie den RX-7 zurück

Zu ihrem 80. Geburtstag im Dezember 2024 beschloss Naoko Nishimoto, ihren Führerschein abzugeben. Damit sollte nach einem Vierteljahrhundert auch die Zeit mit dem Sportwagen enden. Mazda erfuhr davon und beschloss, das Auto zurückzunehmen.
Die Übergabe fand dort statt, wo alles angefangen hatte: Bei jenem Mazda-Händler, der der Dame das Auto 1999 verkauft hat, und wo sie den Wagen all die Jahre warten ließ. Für den RX-7 ging es anschließend ins Forschungs- und Entwicklungszentrum des Herstellers nach Yokohama. Er soll bei Events ausgestellt werden.