(dpa/cj) Die Affäre um manipulierte Dieselabgaswerte bei Volkswagen hat im September 2015 die Freude am Autokauf nicht getrübt. In der Europäischen Union seien mit knapp 1,36 Millionen Autos 9,8 Prozent mehr neu zugelassen worden als im entsprechenden Vorjahresmonat, teilte der Branchenverband ACEA am 16. Oktober 2015 mit. Das war der 25. Anstieg in Folge. Der VW-Konzern legte um 8,4 Prozent auf knapp 316.000 Fahrzeuge zu. Die Marke VW verzeichnete ein Plus von 6,6 Prozent auf 152.130 Fahrzeuge.

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Friedhof der VW-Schummel-Diesel in den USA
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VW Dieselgate: Friedhof Schummeldiesel
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US-Friedhof der VW-Schummel-Diesel
Weltweit allerdings sank der Absatz des Konzerns im Jahresvergleich um 1,5 Prozent auf 885.300 Fahrzeuge. Vor allem bei der Pkw-Kernmarke ging es bergab: VW verkaufte im September vier Prozent weniger Autos als ein Jahr zuvor. Im weltweit größten Automarkt China gingen die Verkäufe des Gesamtkonzerns um 0,8 Prozent zurück. Auch in Russland und Südamerika sank der Absatz weiter kräftig. Auf Jahressicht liegt der Konzern 1,5 Prozent unter dem Verkaufsergebnis der ersten neun Monate 2014. Die Auswirkungen des Abgasskandals dürften in den Absatzzahlen aber noch begrenzt sein. Die Affäre bei VW war Mitte des Monats öffentlich geworden.
Die anderen deutschen Hersteller steigerten den Verkauf in Europa deutlicher. So setzte Daimler mit 83.041 Fahrzeugen 18,6 Prozent mehr ab, der BMW-Konzern legte um 17,8 Prozent auf 100.950 Autos zu. Unter den wichtigsten Absatzmärkten bildete Deutschland mit einem Plus von 4,8 Prozent das Schlusslicht. Besonders kräftig stiegen die Verkäufe hingegen in Spanien (plus 22,5 Prozent) und Italien (plus 17,2 Prozent). In Frankreich (plus 9,1 Prozent) und Großbritannien (plus 8,6 Prozent) lag das Absatzplus unter der Marktentwicklung.