Abzocke an öffentlich zugänglichen Wallboxen
Achtung: Betrüger nehmen immer öfter Ladesäulen ins Visier

Bild: CR: iStock.com/Koonsiri Boonnak
Das digitale Zeitalter bietet Cyber-Kriminellen immer neue Betrugsmöglichkeiten. Aktuell nehmen Gauner in ganz Europa auch immer wieder öffentliche Ladesäulen für Elektroautos ins Visier. Das Ziel: die Kreditkartendaten der E-Auto-Fahrer.
Vorsicht vor falschen QR-Codes
Einem Bericht des Magazins "Auto Motor und Sport" zufolge nutzen Kriminelle für ihre Abzockversuche oft falsche QR-Codes, die sie über die offiziellen QR-Codes an den Ladesäulen kleben. Scannt man den gefälschten Code nun per Smartphone, können die Betrüger die Kreditkarten-Details auslesen und unter Umständen für kriminelle Zwecke missbrauchen. Oft würden Betroffene über den falschen QR-Code auch auf eine gefälschte Webseite weitergeleitet, die der des Ladesäulenbetreibers täuschend ähnlich sieht. Dort würde dann ebenso nach den Kontodaten gefragt.
Gerade Personen, die mit öffentlichen Ladesäulen nicht sehr vertraut sind, ließen sich von dieser Betrugsmasche leicht täuschen, sagte IT-Sicherheitsexperte Eddy Willems gegenüber "Auto Motor und Sport". Wer sein E-Fahrzeug an öffentlichen Ladesäulen auflädt, sollte daher besondere Vorsicht walten lassen.
Ladesäulen-Betrug ein EU-weites Problem
Betrugsversuche an Wallboxen sind laut IT-Profi Willems nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen EU-Ländern ein Problem. So gab es ähnliche Fälle unter anderem bereits in Spanien, Italien, Frankreich, Belgien und den Niederlanden. Während Besitzer von E-Autos das Wallbox-Quishing mit zunehmender Sorge betrachten, scheinen die von "Auto Motor und Sport" befragten Ladesäulenbetreiber darin noch kein allzu großes Problem zu sehen. Dennoch empfehlen die Unternehmen, wachsam zu sein und verdächtige QR-Codes zu melden.
So rät der Betreiber Ionity seinen Kunden, darauf zu achten, dass sie nach dem Einscannen auf die "offizielle Zahlungswebsite weitergeleitet werden". E.ON empfiehlt darüber hinaus die Nutzung einer eigens entwickelten App, über die man das Fahrzeug auch ohne QR-Code laden könne. Keine Bedenken in Sachen gefälschter QR-Codes äußerten die Stadtwerke München und die Energie Baden-Württemberg AG. Beide Ladesäulenbetreiber wollen bis auf Weiteres an den QR-Aufklebern festhalten und sind davon überzeugt, dass Nutzer gefälschte QR-Codes beim Scannen erkennen.
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