Happige 50.000 Euro für ein Bodykit, fast 30.000 Euro für mehr PS – Wahnsinn, oder? Alles relativ. Zwar gibt es für diese Beträge bereits waschechte Sportler. In der Luxusklasse, wo sich BMW M5, Mercedes CLS 63 AMG und Porsche Panamera Turbo tummeln, gelten aber eben andere Gesetze. Auch wenn die Werke bereits kräftig die Leistungskeule schwingen, muss nach Meinung der Tuner noch mehr gehen. Und wer im Villenviertel parkt, will seinen Panamera nicht suchen müssen, sondern bereits von weitem erkennen – Luxusprobleme eben. Doch was steckt nun hinter den sündhaft teuren Modifikationen dieser drei Power-Limousinen?
AC Schnitzer M5 ACS5 Sport
Der V8-Biturbo gibt seine Kraft gleichmäßig ab. Selbst nahe dem Drehzahlbegrenzer ist noch Druck vorhanden.
AC Schnitzer M5 ACS5 Sport Fangen wir bei A wie AC Schnitzer an. Als der neue M5 erstmals auf deutsche Straßen rollte, steuerte er nur wenig später die Aachener Hebebühne von Deutschlands bekanntestem BMW-Tuner an. Statt an der Hardware der beiden Turbolader Hand anzulegen, belässt es die Schnitzer-Truppe bei einem elektronischen Eingriff. Per Zusatzsteuergerät steigt die PS-Zahl von 560 auf 620. Das Drehmoment erhöht sich von 680 auf 790 Newtonmeter, die Spitzengeschwindigkeit von bisher 250 auf 305 km/h – weiterhin abgeregelt. Der M5 klingt bereits ab Werk nicht unsportlich. Doch Schnitzer legt mit der eigens kreierten Anlage noch eine wesentlich kernigere Musik auf. Kostenpunkt: 135.222 Euro.
GSC CLS 63 AMG Stealth
Auf den ersten Blick kommt der mattgraue CLS 63 AMG eher unscheinbar daher
GSC CLS 63 AMG Stealth GSC ist weniger bekannt. Klingt eher wie ein Bauunternehmen statt nach Power und Glory. GSC steht für die Tuningschmiede German Special Customs. Auf den ersten Blick kommt der mattgraue CLS 63 AMG eher unscheinbar daher. Wer vermutet unter diesem Kleid schon 680 PS? Wie AC Schnitzer geht auch GSC ausschließlich elektronisch vor und schaltet so zusätzliche 130 PS und 250 Newtonmeter frei. Weitere 25 Pferdchen weckt die großvolumige Sportauspuffanlage. Deren Clou: Ihre Endrohre tarnen sich mit den Serienblenden. Im schwarzen Kühlergrill macht sich statt des Sterns das Wappen von German Special Customs breit. Insgesamt liegt der Testwagenpreis bei 158.404 Euro.
TechArt Panamera Turbo Grand GT
630 PS und Allrad beim TechArt Panamera Turbo Grand GT versprechen Höchstleistungen.
Techart Panamera Turbo Grand GT T wie Techart oder auch wie teuer. Denn mit einem Basispreis von 141.022 Euro ist der Panamera Turbo ab Werk schon fast so teuer wie die beiden Tuning-Konkurrenten in diesem Vergleich. Doch es wird noch kostspieliger. Das fängt schon bei der Mehrleistung an. 130 PS für 26.299 Euro sind eine Menge Holz. Noch mal 49.980 Euro muss hinblättern, wer sich den imposanten Auftritt namens "Grand GT" gönnen will. Dann schmücken den Panamera sportive Schürzen, Kotflügelverbreiterungen, Schweller, eine Motorhaube in Sichtkarbon sowie ein Monster-Heckleitwerk. Testwagenpreis: 250.193 Euro.
Weitere Details zu den drei Sportlern und wer am Ende das Rennen macht, erfahren Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel gibt's im Online-Heftarchiv als PDF-Download.

Fazit

von

AUTO BILD
Alle drei sind schnelle, ansehnliche und spaßbringende Viertürer. Doch AC Schnitzer schnürt das beste Paket in diesem Vergleich. Die Aachener verfeinern gekonnt Motor und Fahrwerk zu bezahlbaren Preisen. Der optisch gelungene "Stealth"-CLS von GSC fühlt sich vor allem geradeaus sauwohl. Keiner beschleunigt schneller auf 200 und 300 km/h. TechArt wird Dritter, ist aber kein Verlierer. Der monströse "Grand-GT" ist schneller als die Serie, auf der Rennstrecke ganz klar die Nummer eins, aber in diesem Vergleich einfach eine Nummer zu teuer.