ADAC 24h-Rennen 2012: Vorschau
Zauber der Nordschleife

Am 19. Mai 2012 startet zum 40. Mal das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Die Faszination und Brisanz der über 20 Kilometer langen Strecke sind bis heute geblieben.
Bernd Schneider (47) erinnert sich amüsiert an die Vorbereitungen auf sein erstes 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring zurück. "Damals bin ich ein paar Wochen vorher mit Frank Biela und Manuel Reuter von den Ford-Werken in Köln mit serienmäßigen Sierra Cosworth zum Nürburgring gefahren", erzählt der inzwischen fünffache DTM-Rekordmeister. "Wir haben damit trainiert, uns bei den Touristenfahrten auf die Nordschleife eingeschossen." Das war 1986. Später im Rennen wären die drei Ford-Junioren mit einem auf über 300 PS aufgemotzten Sierra fast Vierte geworden. Wenn nicht eine Stunde vor Rennende der Motor "die Segel gestrichen" hätte, wie Schneider noch immer bedauert.
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Mercedes SLS AMG GT3 (ca. 541 PS): Einen dieser V8-Boliden pilotiert "Mister DTM" Bernd Schneider.
Rückblick: Die Highlights des ADAC-24h-Rennens 2011

Porsche 911 GT3 R (ca. 497 PS): Das Duo Krumbach/Lieb geht als Favorit ins 24h-Rennen.
Zu den Siegaspiranten zählen 2012 die vier BMW Z4 von Schubert und Vita4One, der vom Phoenix-Team durchgeführte Werkseinsatz von zwei Audi R8 LMS ultra sowie zwei Porsche des Manthey-Teams. Sie alle werden vom jeweiligen Hersteller mindestens mit dessen Profi-Werksfahrern unterstützt. Meistens aber auch durch Ingenieure, weitere Experten und Budget. "Irgendeinen klaren Favoriten auszumachen, ist totaler Blödsinn", weist BMW-Werksfahrer Jörg Müller (42) eine von Experten angekündigte Vormachtstellung der BMW von der Hand. "Wir gehören aber zu den Mitfavoriten, keine Frage."
Schmale Auslaufzonen, fiese Kurven und Wetterkapriolen

McLaren MP4-12 C GT3 (ca. 520 PS): Mit Nick Heidfeld ist ein populärer, aber eher unerfahrener Nordschleifen-Pilot am Steuer.
Schneider: "Das Rennen ist für alle interessanter geworden"
1970 konnten die Piloten mit ihren teils normalen Straßenautos und -Reifen einfach weiterfahren. Heute halten die Mannschaften an den Boxen verschiedene Reifentypen parat, um unter allen Bedingungen möglichst schnell zu sein. Die Fans lieben den Wettstreit gegen genau diese Extreme der Natur, die Gegner, die Dunkelheit, die Müdigkeit. 250.000 säumten mit ihren Grills, Lagerfeuern und Zelten im letzten Jahr die Strecke. Feierten, während sich pro Auto zwischen zwei bis vier Fahrer bei der Strapaze abwechselten. "Das Rennen ist über die Zeit für alle interessanter geworden", sagt Bernd Schneider. "Aber es ist heute auch sehr viel schwerer, das Rennen zu gewinnen."
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