ADAC GT Masters: Sachsenring
Porsche kann noch siegen

Ammermüller/Jaminet beenden mit Erfolg auf dem Sachsenring ihre Pechsträhne im ADAC GT Masters
Bild: Gruppe C Photography/ADAC
Der Bann ist gebrochen: Im 29. Rennen der Liga der Supersportwagen auf dem Sachsenring gewann erstmals ein Porsche Team. Und endlich ist auch die vier Rennen andauernde Pechsträhne von Michael Ammermüller/Mathieu Jaminet im Porsche 911 GT3 R des Teams SSR Performance beendet. Das in der frühen Saisonphase noch dominierende Team feierte im ersten der beiden Rennen auf dem Sachsenring seinen dritten Erfolg des Jahres und meldete sich im Kampf um die Meisterschaft eindrucksvoll zurück.
Der bleibt weiterhin extrem spannend. Luca Stolz und Maro Engel im Mercedes-AMG GT3 vom Team Toksport WRT arbeiteten sich mit dem dritten zweiten Platz in Folge noch näher an die Tabellenspitze. Die behaupteten mit Rang drei im ersten der beiden Rennen auf dem Sachsenring die Audi-Fahrer Ricardo Feller (21/CH) und Christopher Mies (Land-Motorsport) mit Rang drei. „Toll, dass uns hier der erste Sieg für Porsche gelungen ist“, sagte Mathieu Jaminet.
„Es war ein perfekter Tag: Dank Pole und Sieg haben wir 28 Punkte geholt. Die sind sehr wichtig im Titelkampf, denn dieser ist in diesem Jahr wieder sehr eng.“ Und sein Kollege Michael Ammermüller ergänzte: „Heute war ein wichtiger Tag für uns. Wir haben beide das Maximum aus dem Auto rausgeholt und sind damit weiter im Rennen um die Meisterschaft.“
Pech hatten die bisherigen Meisterschaftsdritten Mirko Bortolotti und Albert Costa Balboa (GRT Grasser Racing Team), die in Runde 18 auf Platz drei liegend mit einem technischen Problem an ihrem Lamborghini Huracán GT3 Evo ausrollten.
Heimsieg für Honda
In der ADAC TCR Germany erwischte Dominik Fugel (Honda ADAC Sachsen) einen Sahnetag. Der gebürtige Chemnitzer holte nicht nur die Pole-Position, sondern zeigte ein perfektes Rennen. In seinem Honda Civic TCR dominierte er das Geschehen vom Start weg und fuhr letztlich mit 14,389 Sekunden Vorsprung als Sieger ins Ziel. Zweiter wurde der Däne Martin Andersen (27, Hyundai Team Engstler) im Hyundai i30 N TCR vor René Kircher (21, Hünfeld, Volkswagen Team Oettinger) im VW Golf GTI.
Honda-Pilot Dominik Fugel gewinnt sein Heimspiel auf dem Sachsenring.
Bild: Gruppe C Photography/ADAC
Deutlich schlechter lief es für Luca Engstler. Der Spitzenreiter fuhr auf Rang zwei ein gutes Rennen, ehe ihn technische Probleme an seinem Hyundai zurückwarfen. Der Allgäuer wurde als 16. abgewunken, kassierte aber noch einen Punkt, weil ein nicht punktberechtigter Gaststarter vor ihm platziert war. Addiert mit den fünf Punkten für Rang vier im Qualifying baute Engstler seine Führung in der Gesamtwertung auf 65 Punkte aus, weil sein direkter Verfolger Eric Scalvini (Cupra) nach einer Kollision lediglich 13. wurde und nur vier Zähler sammelte.
Larry ten Voorde weiter auf Titelkurs
Der fliegende Holländer Larry ten Voorde (Team GP Elite) ist einfach nicht zu stoppen: Im 13. Saisonlauf des Porsche Carrera Cup Deutschland feierte der Niederländer an seinem 25. Geburtstag seinen siebten Saisonsieg. In der Gesamtwertung baute er seine Führung vor Porsche Junior Ayhancan Güven (Türkei/Phoenix Racing) auf 33 Punkte aus.

Larry ten Voorde ist weiter auf Titelkurs.
Bild: Kräling/Porsche
Das Rennen war von einer turbulenten Anfangsphase geprägt. Pole-Setter Güven verteidigte sich in seinem 510 PS starken Porsche 911 GT3 Cup direkt nach dem Start gegen ten Voorde, musste die Führung allerdings kurz darauf an den aktuellen Carrera-Cup-Champion abgeben. Da mehrere Fahrzeuge in den ersten Kurven ins Kiesbett rutschten, rückte das Safety-Car für fünf Runden aus. Auch beim Re-Start ließ sich ten Voorde nicht überrumpeln und fuhr einen letztlich ungefährdeten Sieg ein.
Service-Links